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Neuer Blog – Neues Glück

Neuer Blog – Neues Glück

Huhu literaturliebender Freund, treuer Anhänger von printedpages.de, wir ziehen um, also pack deine Sachen und auf gehts! Ich habe mich entschlossen, Printed Pages zu verlassen und dafür einen neuen Raum zum Austausch über Literatur geschaffen und ich hoffe, du folgst mir dorthin. Ab jetzt treffen […]

2018 – Lasst das Lesen beginnen

2018 – Lasst das Lesen beginnen

2017 ist vorbei und 2018 hat begonnen. Das bedeutet viele neue Bücher kommen auf den Markt, frischgebackene Autoren veröffentlichen ihre Erstlingswerke und der SUB wächst und wächst. Neben den unzähligen Büchern, die bisher auf meiner want to read Liste stehen, habe ich mir schon mal ein paar […]

Rentiere von Pia Hepke

Rentiere von Pia Hepke

Diese interessante Weihnachtsgeschichte durfte ich dieses Jahr dank Lovelybooks.de zu den Feiertagen lesen.

Der Inhalt in einem Satz

Die Geschichte handelt von den Rentier Geschwistern Aku und Sulo, die unbedingt einmal den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen möchten.

Der Aufbau

Die Geschichte ist eigentlich ein Märchen und es gibt einen Erzähler, der den Beginn und das Ende der Geschichte erzählt. Das Märchen besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist aus Akus Sicht geschrieben und der zweite Teil aus Sulos. Die Kapitel sind nicht sehr lang und haben jeweils eine Überschrift, die schon ein wenig verrät, worum es im jeweiligen Kapitel gehen könnte.

Die Protagonisten

Die Hauptcharaktere sind Aku und Sulo, die zwei jungen Rentiere. Sie sind zwar Geschwister, aber trotzdem sehr unterschiedlich und das zeigt sich auch im Erzählstil der beiden. Sie waren mir sofort sympatisch. Zum einen sind sie sehr umeinander und um ihre Herde besorgt. Zum anderen sind sie pflichtbewusst und möchten der Familie des Weihnachtsmanns etwas zurückgeben und deshalb den Schlitten ziehen.

Aku ist der große Bruder und vom Typ her ein Anführer. Sein Geweih ist beeindruckend und hat eine einschüchternde Wirkung auf andere. Sowohl auf Freunde als auch auf Feinde. Traditionen, wie das Erzählen der Weihnachtsgeschichte sind ihm sehr wichtig, aber gleichzeitig sieht er sich anfangs noch nicht in der Position das selbst zu tun. Im Laufe der Geschichte entwickelt er an Selbstbewusstsein, sodass er am Ende ein echter Anführer ist.

Sulo ist der jüngere Bruder und er verhält sich unauffälliger als Aku. Gleichzeitig hat er aber auch eine Wirkung auf andere. Er wirkt beruhigend und freundlich, sodass die anderen Rentiere schnell Vertrauen zu ihm fassen, aber er ist sich dieser Wirkung überhaupt nicht bewusst. Wie sein Bruder macht auch er eine Entwicklung durch. Zu Beginn ist er sehr unselbstständig, aber durch eine erzwungene Trennung von seinem Bruder schafft er den Absprung in die Eigenständigkeit und so erlebt er im zweiten Teil des Buches sein ganz eigenes Abenteuer.

Ho ho ho 

Die Geschichte ist wirklich sehr weihnachtlich. Sie erzählt die Weihnachtsgeschichte aus einem etwas anderen Blickwinkel und ist dabei sehr fantasievoll. Zwei Dinge haben mir besonders gut gefallen. Das sind zum einen die Namen, denn sie haben alle eine Bedeutung und zum anderen das Cover und die kleinen Zeichnungen im Buch. Die Autorin Pia Hepke hat diese selbst gezeichnet und das ist ihr ganz fabelhaft gelungen.

Fazit

Dieses Buch ist ein echtes Weihnachtsmärchen. Pia Hepke haucht den liebenswürdigen Rentieren Leben ein und verzaubert mit ihren fantasievollen Ideen zur Weihnachtszeit. Von mir bekommt das Buch eine klare Empfehlung und ich bin mir sicher, dass man es in der Vorweihnachtszeit auch ganz toll seinen Kindern vorlesen kann.

Rentiere | Pia Hepke | Märchen | 272 Seiten | 5.11. 2015 | 9,99€ (D) | Paperback

Das Alte und das Neue – Mein Jahresrückblick

Das Alte und das Neue – Mein Jahresrückblick

Frohes neues Jahr! Es ist vier Tage her, dass wir alle auf 2018 angestoßen haben und sicherlich sind einige schon wieder im Trott und das neue Jahr hat uns voll im Griff. Deshalb blicke ich jetzt noch einmal zurück und nehme mir einen Moment, um […]

Hope forever – Colleen Hoover

Hope forever – Colleen Hoover

Zum Inhalt Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es […]

Morgen lieb ich dich für immer – Jennifer L. Armentrout

Morgen lieb ich dich für immer – Jennifer L. Armentrout

Morgen lieb ich dich für immer
Bildquelle: cbt

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt (cbt)

Das Buch habe ich mir ganz spontan in der Bibliothek ausgeliehen und sofort verschlungen. Bisher hatte ich nur die Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout gelesen. Die hat mir zwar gut gefallen, aber auch nicht direkt das Bedürfnis ausgelöst, noch weitere Bücher der Autorin zu lesen.

 

Aber bei Morgen lieb ich dich für immer haben mich gleich zwei Dinge angesprochen. Zum einen das Cover. Es ist recht simpel gehalten und trotzdem hat es mein Interesse geweckt. Der Schriftzug ist hübsch und besonders das kleine Herz neben „lieb“ ist ein Hingucker. Das zweite was sich bei mir festgesetzt hat, war der Titel

Morgen lieb ich dich für immer

Das schreit ja schon nach Happy End, aber wieso nicht schon heute? Titel und Cover haben also dazu geführt, dass ich mir das Buch ausgeliehen habe. Den Klappentext habe ich nicht gelesen. Ich finde aber, dass er ganz gut gelungen ist und vage genug bleibt, um nichts zu verraten.

 

Die Protagonisten

In Mallory habe ich mich von Anfang an verliebt. Sie wirkt unglaublich freundlich, will alles richtig machen und hat schon so viel durchmachen müssen, dass man sofort Mitleid mit ihr hat und sie mal ganz fest drücken will. Gleichzeitig finde ich sie aber unglaublich mutig, weil sie sich nach vier Jahren homeschooling entscheidet, ihren Ängsten ins Auge zu blicken und eine normale Schule zu besuchen.

Ihre psychischen Probleme fand ich sehr interessant. Nachdem sie lange misshandelt worden ist, hat sie große Angst davor, vor Menschen zu sprechen oder in lauten Räumen zu sein. Und das ist ja quasi der Inbegriff des Daseins einer High-School-Schülerin. Trotzdem wagt sie es und ihr Mut wird belohnt: Rider, ihr Freund aus der Kindheit geht auch auf ihre Schule.

Rider ist ein Charakter, den man erst im Laufe des Buches besser verstehen lernt. Zu Beginn war ich unsicher, ob er jetzt der Bad Boy der Geschichte ist. Es gibt einiges was dafür spricht: Er hat in seiner Kindheit viel durchgemacht. Er hat eine kriminelle Vergangenheit/Gegenwart. Und er hat eine Freundin. Dabei heißt das Buch Ab morgen lieb ich dich für immer. Da liegt es nahe, dass die Freundin eher im Weg steht. Glücklicherweise kann ich nach Lesen des Buches ein anderes Fazit von Rider ziehen. Schon relativ schnell wird klar, dass er kein Bad Boy ist. Stattdessen ist er ziemlich liebenswürdig und besonders seine stetige Sorge um Mallory ist total rührend.

 

Die Handlung

Die Handlung ist eher einfach und nicht die große Stärke des Buches. Ich finde sie sogar eigentlich eher nebensächlich. Spannend sind vor allem die Stellen, in denen aus Mallorys und Riders gemeinsamer Vergangenheit erzählt wird. Von Beginn an wird darauf hingearbeitet, zu enthüllen, wie Mallory aus der gewalttätigen Pflegefamilie entkommen konnte. Aber die große Enthüllung fand ich nicht sonderlich spektakulär.

Sehr mitreißend fand ich den Wendepunkt der Geschichte. Ich war richtig schockiert und das hat mir sehr gut gefallen, denn das hat der Geschichte nochmal ein bisschen Drama gebracht.

 

Der Schreibstil

Jennifer L. Armentrouts Schreibstil hat mir, wie auch in ihren anderen Büchern, sehr gut gefallen. Aber das Buch ähnelt der Lux-Reihe kein bisschen – und das ist auch gut so. Mallory hat definitiv ihre eigene Stimme und Armentrout beschreibt sehr detailreich aus Mallorys Gefühlswelt.

Für mich ist das die Stärke des Buches. Es geht um schreckliche Ereignisse in der Kindheit, die Menschen verändern und traumatisieren und Armentrout schafft es, diesen Hintergrund mit einer Liebesgeschichte zu verbinden, ohne die Thematik zu verharmlosen.

 

Mein Fazit

Ich finde das Buch sehr gelungen und empfehle es weiter. Die Altersempfehlung des Verlags ist ab 14 und der schließe ich mich an. Man kann es aber sehr gut auch im Erwachsenenalter noch lesen. Es hat wirklich viel zu bieten.

 

Morgen lieb ich dich für immer | Jennifer L. Armentrout | cbt | Roman | 554 Seiten | 13.03.2017 | 12,99€ (D) | Paperback

 

Wenn dich dieses Buch anspricht, gefällt dir vielleicht auch das hier.

Maybe Someday – von Colleen Hoover

Maybe Someday – von Colleen Hoover

Maybe Someday ist aus drei Gründen ein besonderes Buch: Die Handlung ist anders als erwartet. Die Protagonisten sind Individuen und haben Persönlichkeit. Das Buch kommt mit einer ganzen Reihe Extras.   Zum Inhalt Als Sydney ihren Freund in flagranti mit ihrer Mitbewohnerin erwischt, sucht sie spontan […]

Begin Again – Mona Kasten

Begin Again – Mona Kasten

Allie möchte einen Neustart. Und wann wäre das wohl passender als zu Uni-Beginn. Das einzige, was ihr dazu noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Was sie sich so wunderbar ausgemalt hat, wird allerdings eher zum Albtraum als sie bei Kaden landet. Der gar keine weibliche Mitbewohnerin […]

Will & Layken – Eine große Liebe

Will & Layken – Eine große Liebe

Wie passend, dass mein erstes Colleen Hoover-Buch ausgerechnet ihr Debüt ist.

Coverbild Will & Layken - Eine große Liebe von Colleen Hoover, ISBN-978-3-423-71748-9
Bildquelle: dtv – Verlag

Es heißt Weil ich Layken liebe und ist der erste Band einer Trilogie. Das zweite Buch ist Weil ich Will liebe und der letzte Band heißt Weil wir uns lieben. 

Leider sind die englischen Titel so viel besser. Deshalb will ich sie euch nicht vorenthalten:

  1. Slammed
  2. Point of Retreat
  3. This Girl

Besonders die englischen Titel vom erste und zweiten Buch finde ich toll, da sie einen Bezug zum Inhalt haben. Im Buch geht es nämlich viel um Poetry Slam. Und gleichzeitig bedeutet das englische Wort „slam“ zuschlagen oder zuknallen. Da die beiden Hauptpersonen nicht zusammen sein dürfen, kann man den Titel also auch als „zugeschlagene Tür“ interpretieren. Das kommt im Buch auch häufiger vor. Ich habe es aber auf Deutsch gelesen und kann deshalb nicht genau sagen, ob Colleen Hoover vielleicht auch das Wort „slammed“ mal in diesem Zusammenhang verwendet.

Ich werde mich hier zu allen drei Büchern gleichzeitig äußern, da ich sie im Sammelband und direkt hintereinander gelesen habe. Das geht natürlich nicht ganz ohne, dass ich inhaltlich ein paar Dinge verrate. Aber ich verspreche euch, dass das Buch danach noch genauso lesenswert ist.

Zum Inhalt

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-Jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in eine andere Stadt. Dort lernt sie gleich an ihrem ersten Tag den 21-Jährigen Will kennen und es funkt sofort zwischen den beiden. Sie verabreden sich und es kommt zu einem Kuss. Alles scheint perfekt. Bis sie sich am Montag in der Schule begegnen. Denn Will ist ihr Lehrer und Layken seine Schülerin.

Meine Meinung

Diese Buchreihe hat es mir wirklich angetan! Sie startet direkt damit, dass Will und Layken sich unsterblich in einander verlieben und ich war nach 24 Seiten wirklich ratlos, was da jetzt noch kommen kann. Dass Will ihr Lehrer ist, kam für mich total unerwartet. Die Umstände, wie es dazu kam, dass er schon mit 21 Jahren an einer Schule arbeitet, werden glaubhaft erläutert. Die Situation der beiden ist einfach so hoffnungslos, dass es mich beim Lesen wirklich mitgenommen hat.

Außerdem sind die beiden Protagonisten einfach durchweg sympathisch. Will und sein kleiner Bruder Caulder sind Waisen und Will hat sich entschlossen, sein eigenes Leben für seinen Bruder aufzugeben. Deshalb ist es absolut nachvollziehbar, dass er das, was er ihnen aufgebaut, nicht wegen einer Beziehung zerstören möchte. Trotzdem liebt er Layken und deshalb ist es für ihn unheimlich schwer die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Aber auch für Layken ist es nicht leicht. Mit Will war sie das erste Mal seit langer Zeit wieder glücklich. Sie liebt ihn dafür, dass er so verantwortungsbewusst ist, aber gleichzeitig möchte sie auch so gerne mit ihm zusammen sein.

Echt eine verzwickte Situation.

Ich liebe auch alle Nebencharaktere der Geschichte. Colleen Hoover hat es wirklich geschafft, jedem Protagonisten Leben einzuhauchen. Meine Lieblinge sind natürlich die zwei kleinen Brüder Caulder und Kel. Sie haben nur Dummheiten im Kopf, aber wenn es ernst wird, verhalten sie sich unheimlich reif und unterstützen ihre Geschwister.

Der Aufbau der drei Bücher ist in jedem absolut unterschiedlich.

Der erste Teil beginnt immer mit einem Zitat aus einem Song der Avett-Brothers, der Lieblingsband von Will und Layken. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Layken erzählt.

In der Fortsetzung beginnt jedes Kapitel mit einem Tagebucheintrag von Will und es wird aus seiner Perspektive erzählt.

Der letzte Band ist dann nicht mehr so richtig ein eigenes Buch. Die Handlung erstreckt sich bloß über 48 Stunden. Will und Layken sind zusammen und Layken möchte, dass Will nochmal ihre Liebesgeschichte erzählt. So schildert er quasi den ersten Teil der Trilogie nochmal aus seiner Sicht. Man bekommt ein paar neue Einsichten, aber insgesamt war dieser Teil für mich eher unnötig. Es ist schön, nochmal ein bisschen was über die beiden zu lesen, aber es ist auch kein Muss.

Es gibt einige Dinge an dem Buch, die mich wirklich faszinieren und die das Buch von anderen New Adult Romance-Büchern abheben.

Da ist zum einen der Poetry Slam. Colleen Hoover baut immer wieder Slam-Texte in ihr Buch ein, mit dem die Protagonisten ihre Gefühle ausdrücken. Ich finde ihre Stücke total toll und sie passen sehr gut zu den Personen. Es hat mir viel Spaß gemacht, diese Teile zu lesen.

Dann ist da noch ihre komplizierte Ausgangssituation. Die beiden sind sich absolut sicher über ihre Gefühle, aber ihre Situation verbietet es ihnen zusammen zu sein. Anders als in anderen Büchern, zweifeln die beiden ihre Gefühle nicht an. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Das Buch hat sogar echtes Drama! Häufig verdrehe ich beim Lesen genervt die Augen, weil aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird. Bei Will und Layken ging mir das nicht so. Ihre Geschichte hat mich wirklich mitgenommen. Es gibt zwei Autounfälle, einen Herzinfakt, Krebs … Da kann man nachvollziehen, dass die beiden echt was zu verarbeiten haben. Gleichzeitig sind die Bücher aber auch nicht überdramatisch. Sie zeigen, dass das Leben eben manchmal nicht so läuft, wie man es erwartet.

Insgesamt sind die drei Bücher einfach unheimlich romantisch und herzerwärmend. Ich habe Will und Layken definitv in mein Herz geschlossen.

Mein Fazit

Das Buch kann ich euch nur wärmstens empfehlen. Bei allen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, ist das DIE PERFEKTE LIEBESGESCHICHTE.

 

Noch ein New Adult Romance-Buch findest du hier. 

 

Paper Princess – Wieso tue ich mir das an?

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Ich lese echt gerne. Aber manchmal zweifle ich an meiner Zurechnungsfähigkeit bei der Buchauswahl. Paper Princess ist so ein Fall. In den sozialen Medien ist das Buch ziemlich präsent und wird sehr gehyped. Das ist auch der Grund, weshalb ich es mir ausgeliehen habe. Das einzige was […]


My Diary

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Ich lese echt gerne. Aber manchmal zweifle ich an meiner Zurechnungsfähigkeit bei der Buchauswahl. Paper Princess ist so ein Fall.

Paper Princess
Bildquelle: Piper Verlag

In den sozialen Medien ist das Buch ziemlich präsent und wird sehr gehyped. Das ist auch der Grund, weshalb ich es mir ausgeliehen habe. Das einzige was ich vorher schnell überprüft habe, war, dass es nicht tatsächlich was mit Monarchie zu tun hat. So was merkwürdiges wie die Royal Passion-Reihe möchte ich nämlich nicht nochmal lesen.

Zum Inhalt

Es geht um Ella, die nach dem Tod ihrer Mutter ganz alleine mit großen Geldsorgen dasteht. Der steinreiche, beste Freund ihres, ebenfalls verstorbenen, Vaters macht sie ausfindig und nimmt sie bei sich auf. Seine fünf Söhne sind davon aber gar nicht begeistert und Ella hat Schwierigkeiten sich an den neuen Lebensstil zu gewöhnen.

Quasi von der Gosse zur reichen Prinzessin.

Meine Meinung

Unterirdisch.

Leider beschreibt dieses Wort ziemlich genau meinen Eindruck nach dem Lesen.

Die Handlung ist einfach lächerlich. Ella ist 17 und strippt, um über die Runden zu kommen. Als dann Callum Royal (was ist das bitte für ein Name???) auftaucht, ist sie verständlicherweise nicht bereit, direkt mit ihm zu gehen. Das liegt vielleicht auch daran, dass er nicht einfach normal mit ihr redet und es anordnet. Absolut unrealistisch. Außerdem ist sie immerhin schon 17 und da hat man was Vormundschaften angeht schon ein Mitspracherecht.

Weil Callum scheinbar nicht weiß, wie man normal mit Menschen umgeht, greift er zu drastischen Maßnahmen. Er lauert ihr im Strip-Club auf, lässt sie erst mal kurz tanzen – sympathisch dieser fünffache Familienvater – und letztendlich wirft er sie einfach über seine Schulter und nimmt sie mit.

Da die wenigsten positiv auf eine Entführung reagieren, muss Callum wieder kreativ werden, damit Ella auch bei ihm bleibt. Deshalb bietet er ihr jeden Monat 10.000€, wenn sie nicht geht. Okaaay … kann man machen. Wirkt aber nicht sehr realistisch und ist auch objektiv betrachtet kein guter Start, wenn sie Teil der Familie werden soll. Außerdem hat er sie von der Strip-Stange weggeholt und ihr eine Zukunft geboten. Wenn er sich nicht so merkwürdig aufgeführt hätte, wäre sie bestimmt auch ohne 10.000€ Taschengeld geblieben.

Die ganze Ausgangssituation finde ich absolut unwirklich und das ist sehr schade. Es wirkt alles zu gewollt und zu zusammengedichtet, als dass es mich überzeugen könnte.

Die Wende

Ellas neue Brüder benehmen sich ihr gegenüber absolut dämlich, sexistisch und pervers. Sie sind wirklich die allergrößten Arschlöcher bis… Seite 184. Ungefähr. Irgendwann da passiert es. Und plötzlich ist alles anders. Leider weiß ich nicht wieso. Aber aus den Widerlingen werden Schoßhündchen. Ihr Verhalten vorher und nachher steht einfach in keinem Verhältnis. Danach fand ich das Buch tatsächlich etwas besser, weil sich alle mehr wie normale Menschen benommen haben. Es gibt aber auch noch ein paar grundlegende Probleme, die ich mit der Weltanschauung im Buch habe.

Das Verhalten einer 17-Jährigen

Ella hat sicherlich in ihrem Leben schon mehr durchgemacht als die meisten. Ihren Vater hat sie nicht kennen gelernt. Ihre Mutter hat als Stripperin viele merkwürdigen Typen mit nach Hause gebracht und letztendlich musste Ella mit ansehen, wie ihre Mutter an Krebs stirbt. Dennoch wird auch immer wieder betont, dass sie noch Jungfrau ist und was Sex angeht, keine Erfahrungen hat. Vor diesem Hintergrund kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich an eine Szene auf Seite 153 (Ebook) denke. Ella will sich bei ihrem Stiefbruder Reed rächen und macht ihm vor, sie würde mit ihm schlafen. Stattdessen fesselt sie ihn nackt an einen Stuhl, tatscht ihn ein bisschen an und verschwindet dann. Was zur Hölle soll das denn bitte? Was ist das überhaupt für ein Verhalten und sowie von einer 17-Jährigen. Also das geht für mich echt gar nicht.

Männer als Objekt, Frauen als dumme Dinger

Und das ist der größte und vor allem der vernichtende Kritikpunkt an dem Buch.

Im ganzen Buch ist Sex ein Bedürfnis, dass man eben hat und das UNBEDINGT gestillt werden will. Deshalb bietet Reed Ella auch an, mit ihr zu schlafen, wenn sie dafür nicht mit seinem Vater ins Bett geht…aha.

Das Hauptmerkmal der Brüder im Roman ist, dass sie gut aussehen. Die Zwillinge schlafen beide mit dem gleichen Mädchen, ohne dass sie das weiß. Das ist Vergewaltigung, aber Ella hält es nicht für nötig, dass Mädel mal aufzuklären.
Sie ist auch viel zu sehr damit beschäftigt, sich über das wichtigste bei einem Mann Gedanken zu machen:

Er hat einfach alles was ein Mädchen sich wünschen kann: den durchtrainierten Körper, das schöne Gesicht, das wahrscheinlich auch im Alter noch gut aussehen wird, Geld, und dann noch das gewisse Etwas. (S. 154)

Mit viel Wohlwollen könnte man „das gewisse Etwas“ als seine Persönlichkeit auslegen. Da Reed in der Szene allerdings sein bestes Stück in der Hand hält, habe ich ja eine andere Vermutung, wovon sie da spricht.

Ellas Oberflächlichkeit kennt einfach keine Grenzen. An einer Stelle erzählt sie von ihren bisher schönsten Erlebnissen und unter den Top-Ereignissen ist die Fahrt mit ihrem nagelneuen Cabrio und ihr erster Blowjob. Sie hat vielleicht viel Mist erlebt, aber ich denke es würden sich noch schönere Erlebnisse finden lassen, wenn man mal nachdenkt. Tut sie wohl eher selten. Das verleitet sie wohl auch zu Aussagen wie der folgenden:

„Aladin vielleicht, weil ich immer auf deinem fliegenden Teppich reiten darf?“ Ich wackle mit den Augenbrauen. Reed prustet vor Lachen. „Wow, du unterstellst also auch meinem Schwanz Zauberkräfte?“ (S. 253)

Diese Szene ist einfach nur zum Schämen schlecht.

Mein Fazit

Alles in allem fällt das Buch bei mir ganz klar durch. Die Handlung ist schlecht, der Schreibstil sticht nicht besonders hervor und die Figuren sind eindimensional, oberflächlich und dauer-geil. Das muss ich mir nicht antun. Aber das Cover ist schön. Um noch etwas positives zu sagen.

Statt Paper Princess lest ihr besser das hier.