Recent Posts

2018 – Lasst das Lesen beginnen

2018 – Lasst das Lesen beginnen

2017 ist vorbei und 2018 hat begonnen. Das bedeutet viele neue Bücher kommen auf den Markt, frischgebackene Autoren veröffentlichen ihre Erstlingswerke und der SUB wächst und wächst. Neben den unzähligen Büchern, die bisher auf meiner want to read Liste stehen, habe ich mir schon mal ein paar […]

Rentiere von Pia Hepke

Rentiere von Pia Hepke

Diese interessante Weihnachtsgeschichte durfte ich dieses Jahr dank Lovelybooks.de zu den Feiertagen lesen. Der Inhalt in einem Satz Die Geschichte handelt von den Rentier Geschwistern Aku und Sulo, die unbedingt einmal den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen möchten. Der Aufbau Die Geschichte ist eigentlich ein Märchen […]

Das Alte und das Neue – Mein Jahresrückblick

Das Alte und das Neue – Mein Jahresrückblick

Frohes neues Jahr! Es ist vier Tage her, dass wir alle auf 2018 angestoßen haben und sicherlich sind einige schon wieder im Trott und das neue Jahr hat uns voll im Griff. Deshalb blicke ich jetzt noch einmal zurück und nehme mir einen Moment, um darüber nachzudenken was war und was noch kommt in diesem Jahr.

Auf dem Blog

Anfang des Jahres ist aus meinem Backblog ein Buchblog geworden und ich habe das Abenteuer Selbsthosting begonnen. Die armen Mitarbeiter von all-inkl. hatten es mit mir nicht leicht, besonders als ich versucht habe, die Web-Adresse zu ändern. Aber letztendlich ist es so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Im Herbst habe ich dann noch mein Lieblingstheme gefunden und jetzt bin ich echt zufrieden mit Printed Pages. 

Außerdem hat mein Bruder mir – dank HTML-Kenntnissen und Google – einen neuen Rezensionsindex erstellt, der jetzt genau meinen Vorstellungen entspricht (Das ist er).

Für 2018 hab ich mir vorgenommen einmal die Woche – immer Samstags oder Sonntags – eine neue Rezension hochzuladen. Außerdem möchte ich Monatsrückblicke, meine Lieblingsblogartikel auf anderen Blogs und Buchvorschauen unterbringen.

Besonders wichtig ist mir 2018 auch die Qualität auf meinem Blog. Meine Rezensionen bleiben natürlich spoilerfrei und mit 500 bis 1000 Wörtern vermittle ich euch meinen Leseeindruck und dann ist es an euch, zu entscheiden, ob euch das Buch anspricht. Und ich freue mich schon auf den ein oder anderen Kommentar von euch.

In diesem Sinne habe ich mir auch vorgenommen, mehr mit anderen Bloggern in Kontakt zu treten. Ich lese im Moment schon fleißig auf anderen Blogs und in Zukunft werde ich auch noch häufiger kommentieren. Ich liebe den Austausch über Bücher, deshalb habe ich mir den Blog überhaupt erst erstellt und deshalb soll das in diesem Jahr im Fokus stehen.

Was sonst noch so los sein wird

Im ersten Drittel des Jahres bin ich noch in Frankreich und mache meine Fremdsprachenassistenz zu ende. Dadurch habe ich viel Zeit zum Lesen und für den Blog. Danach geht die Uni weiter und ich muss meine Zeit besser einteilen. Das letzte Uni-Jahr bricht an und ich werde viel Zeit damit verbringen, Hausarbeiten zu schreiben und für Prüfungen zu lernen. Außerdem werde ich in eine neue Wohnung ziehen und muss mir einen kleinen Platz für meine Bücher einrichten. *hibbel*

Und dann noch Bücher, Bücher, Bücher

Natürlich werden Bücher wieder ein großer Bestandteil des neuen Jahres sein. Zu Weihnachten habe ich vier Bücher bekommen und zwei andere lese ich auch gerade noch, also vorerst bin ich versorgt. Danach werde ich erstmal wieder auf E-Books zurückgreifen und ab April kann es dann auch wieder „richtige“ Bücher geben, dann bin ich nämlich zurück in Deutschland.

Es gibt schon ein paar coole Fortsetzungen auf die ich mich 2018 freue. Außerdem habe ich ein paar Verlagsvorschauen durchgestöbert und meine Wunschliste wächst und wächst. Am Samstag bekommt ihr von mir einen kleinen Einblick in die neuen Bücher 2018, auf die ich mich besonders freue.

Meine Lieblinge 2017

In der ersten Hälfte des letzten Jahres habe ich nicht so viel gelesen, wie ich gerne gewollt hätte. Dafür war ich später umso begeisterter dabei und ich habe ein paar wirklich gute Bücher gelesen.

Die Alpha-Reihe

Über diese Entdeckung bin ich unglaublich froh, denn diese Reihe hat mir 2017 viel Freude bereitet und verspricht, das auch 2018 wieder zu tun. Durch eine Leserunde auf Lovelybooks.de bin ich auf dieses deutsche Debüt von Minny Baker aufmerksam geworden und die Bücher haben mich durchweg begeistert. Es sind direkt drei Bände erschienen, Alpha One, Alpha Two und Alpha 100 und im Frühjahr wird der vierte von insgesamt sechs geplanten Teilen erscheinen. Hier und hier kommt ihr zu meinen Rezensionen, wenn ihr mehr über die Romane erfahren möchtet.

Colleen Hoover-Bücher

Ich bin zwar nicht die erste, die merkt, dass Colleen Hoover gute Bücher schreibt. Trotzdem habe ich ihre Bücher im letzten Jahr zum ersten Mal für mich entdeckt. Ganz zufällig habe ich Weil ich Layken liebe gelesen und mich sofort in diese Buchreihe verliebt. Auch die anderen Bücher, die ich dann noch von Colleen Hoover gelesen habe, konnten mich begeistern. Da ist es gut, dass sie so fleißig schreibt, da hab ich noch eine ganze Menge zum Lesen und Lieben.

Es gab auch ein paar echt schlechte Bücher in 2017, aber an die werde ich nicht in meinem Rückblick erinnern. Schlussendlich bleiben mir vor allem die guten Bücher in Erinnerung. Die, die mich bewegt haben, die Gefühle in mir ausgelöst haben. Und genau wegen diesen Büchern liebe ich das Lesen.

Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr und ich wünsche euch viel Glück und Erfolg und natürlich viel Lesevergnügen. 

Eure Lisa

 

 

Hope forever – Colleen Hoover

Hope forever – Colleen Hoover

Zum Inhalt Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es […]

Morgen lieb ich dich für immer – Jennifer L. Armentrout

Morgen lieb ich dich für immer – Jennifer L. Armentrout

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und […]

Maybe Someday – von Colleen Hoover

Maybe Someday – von Colleen Hoover

Coverbild Maybe Someday / Maybe Not von Colleen Hoover, ISBN-978-3-423-71788-5
Bildquelle: dtv

Maybe Someday ist aus drei Gründen ein besonderes Buch:

  1. Die Handlung ist anders als erwartet.
  2. Die Protagonisten sind Individuen und haben Persönlichkeit.
  3. Das Buch kommt mit einer ganzen Reihe Extras.

 

Zum Inhalt

Als Sydney ihren Freund in flagranti mit ihrer Mitbewohnerin erwischt, sucht sie spontan Zuflucht bei ihrem Nachbarn, dem Gitarristen Ridge und seinem Mitbewohner Warren. Das Letzte, was Sydney will, ist, sich in Ridge zu verlieben – denn Ridge hat eine Freundin. Doch als sie das erfährt, ist es schon zu spät …(Text von dtv)

 

 

1) Die Handlung ist anders als erwartet

Der Aufbau des Buches ist interessant. Es beginnt damit, dass man erfährt, dass Sydney betrogen wurde und nicht weiß, wo sie hingehen soll. Colleen Hoover geht direkt in medias res und man kommt als Leser eigentlich kaum hinterher, weil man die ganzen Protagonisten noch gar nicht kennt. Nach dem Prolog macht die Geschichte dann einen Sprung um zwei Wochen in der Zeit zurück und man bekommt die Handlung diesmal chronologisch erzählt. So erfährt man auch wie Sydney und Ridge sich kennen lernen.

Die große Überraschung kommt danach, wenn man das „Was bisher geschah“ gelesen hat und Sydney bei Ridge in der Wohnung Unterschlupf gefunden hat. Denn es stellt sich heraus, dass Ridge taub ist. Colleen Hoover hat das sehr geschickt eingefädelt, denn Ridge und Sydney haben sich stets über SMS unterhalten. Das vermittelt den Lesern den Eindruck, Ridge bereits zu kennen, sodass es für mich überraschend war, zu erfahren, dass er taub ist.

Diese Thematik hat mir sehr gut gefallen. Seine Taubheit spielt häufig eine Rolle, was ich sehr interessant fand, aber ich finde auch nicht, dass es unnötig in den Vordergrund gerückt wird. Es spinnt sich perfekt in die Geschichte des Romans ein und lässt den Leser einen Blick auf das Leben als gehörlose Person werfen. Zum Beispiel erfährt man, dass die Mitbewohner das Licht in seinem Zimmer an- und ausschalten, statt an seine Tür zu klopfen.

Ridge ist nicht die einzige gehörlose Person im Roman. Seine Freundin Maggie spielt auch eine Rolle. Sie hat noch ein bisschen Hörvermögen und im Gegensatz zu Ridge spricht sie auch. Außerdem ist sie total liebenswert. Das macht die Geschichte noch interessanter, denn Ridge ist mit Maggie zusammen und liebt sie. Trotzdem verliebt er sich gleichzeitig in Sydney. Das klingt vielleicht im ersten Moment nach einem ziemlichen Arsch. Aber im Roman habe ich Colleen Hoover diese Zwickmühle echt abgekauft. Ridge ist wirklich ein treuer Typ und hat gar keine Hintergedanken, als er Sydney anbietet, bei ihnen zu wohnen. Außerdem hat er fest vor, mit seiner großen Liebe Maggie zusammenzubleiben, da sie ihm viel bedeutet. Letztendlich ist Maggie für mich die eigentlich starke Person der Geschichte. Dieser New Adult Roman ist sehr facettenreich.

 

2) Die Protagonisten sind Individuen und haben Persönlichkeit

Wo ist der Bad Boy? Wo die Zicke? Wo das Eifersuchtsdrama? Dieser Roman erfüllt kein Klischee. Stattdessen stellt er uns drei unabhängige Personen vor, die alle mit dem zu kämpfen haben, was das Leben ihnen gegeben hat.

Sydney wurde nicht nur von ihrem Freund, sondern auch noch von ihrer besten Freundin betrogen. Sie ist plötzlich obdachlos und ihre Welt steht Kopf. Erst mal versinkt sie in Selbstmitleid, aber Ridge hilft ihr sich wieder aufzubauen. Sie weiß von seiner Freundin und hat nicht vor, Maggie das anzutun, was ihr angetan wurde. An der Stelle ist es allerdings leicht vorherzusehen, dass zwischen Ridge und Sydney wohl doch irgendwann etwas laufen wird. Trotzdem ist Sydney Ridge nicht einfach so verfallen und blind vor Liebe. Sie verabscheut Maggie nicht, weil sie mit Ridge zusammen ist. Ich finde, dass sie wie eine starke Person rüberkommt.

Ridge ist schon von Hoovers Grundidee ein besonderer Protagonist. Er ist gehörlos und spielt grandios Gitarre. Außerdem hat er einen schwierigen familiären Hintergrund. Außerdem ist er total sympathisch. Er liebt seine Freundin Maggie und kümmert sich total um sie, auch wenn sie vor allem ihre Unabhängigkeit bewahren will. Trotz seiner Liebe zu Maggie verliebt er sich auch in Sydney und trifft deshalb ein paar miese Entscheidungen im Verlauf der Geschichte. Aber seine Probleme sind irgendwie echt und nachvollziehbar.

Maggie spielt zwar nicht die ganze Zeit eine Rolle, aber sie ist eine sehr wichtige Person. Das Leben hat ihr übel mitgespielt, denn zusätzlich zur Gehörlosigkeit hat sie noch eine Krankheit, die sie in absehbarer Zeit wohl das Leben kosten wird. Trotzdem ist sie fest entschlossen, dass Leben nach ihren Vorstellungen zu leben und so unabhängig wie möglich zu sein. Sie liebt Ridge, der ihr ein wirklich guter Freund ist und sie ist natürlich wütend, als sie erfährt, dass Ridge Gefühle für Sydney hat. Sie ist sehr reflektiert und letztendlich ist ihr das Happy End des Buches zu verdanken.

Ich finde, dass Colleen Hoover in diesem Buch wenig Klischees bedient und stattdessen eigene Charaktere erschafft.

 

3) Das Buch kommt mit einer ganzen Reihe Extras

Auf der letzten Seite meines Ebooks stand der Hinweis, einen Blick auf die Website zu werfen. Wenn es schon eine Seite eigens für das Buch gibt, wollte ich mir die auch wenigstens anschauen.

Auf dieser Seite finden sich die Songs des Buches. Da Ridge Gitarre spielt und Sydney die Texte für die Band seines Bruders schreibt, geht es im Roman immer wieder um Musik. Die Texte sind im Buch auch verschriftlicht und man kann als Leser zum Teil Entstehungsprozess verfolgen. Wer es allerdings lieber vertont mag, kann während dem Lesen die passenden Songs laufen lassen. Das ist quasi ein 3D-Leseerlebnis. 

Außerdem gibt es auf der Seite noch einen Epilog auf Maggies Sicht. Das ist echt super, weil Maggie eine tolle Protagonistin ist, die am Ende leider nicht mehr vorkommt. Für den Epilog braucht man allerdings ein Passwort, welches das letzte Wort des Buches ist. Wenn man es auf Deutsch gelesen hat, muss man eventuell etwas rumprobieren, da natürlich das letzte Wort aus dem Englischen gemeint ist.

Diese Zusatzmaterialien haben das Lese-Erlebnis komplettiert und ich finde es toll, dass Colleen Hoover die Möglichkeit genutzt hat, die Songs aufnehmen zu lassen.

 

Mein Fazit

Colleen Hoover ist ein echter Profi und weiß wie man tolle Bücher schreibt. Maybe Someday dient als Beweis. Es ist ein rührende Geschichte voller Gefühl und ich empfehle sie guten Gewissens weiter. 

 

Maybe Someday | Colleen Hoover | dtv | Roman | 432 Seiten |18.03.2017 | 9,99€ (D) | Ebook

Begin Again – Mona Kasten

Begin Again – Mona Kasten

Allie möchte einen Neustart. Und wann wäre das wohl passender als zu Uni-Beginn. Das einzige, was ihr dazu noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Was sie sich so wunderbar ausgemalt hat, wird allerdings eher zum Albtraum als sie bei Kaden landet. Der gar keine weibliche Mitbewohnerin […]

Will & Layken – Eine große Liebe

Will & Layken – Eine große Liebe

Wie passend, dass mein erstes Colleen Hoover-Buch ausgerechnet ihr Debüt ist. Es heißt Weil ich Layken liebe und ist der erste Band einer Trilogie. Das zweite Buch ist Weil ich Will liebe und der letzte Band heißt Weil wir uns lieben.  Leider sind die englischen Titel so viel […]

Paper Princess – Wieso tue ich mir das an?

Paper Princess – Wieso tue ich mir das an?

Ich lese echt gerne. Aber manchmal zweifle ich an meiner Zurechnungsfähigkeit bei der Buchauswahl. Paper Princess ist so ein Fall.

Paper Princess
Bildquelle: Piper Verlag

In den sozialen Medien ist das Buch ziemlich präsent und wird sehr gehyped. Das ist auch der Grund, weshalb ich es mir ausgeliehen habe. Das einzige was ich vorher schnell überprüft habe, war, dass es nicht tatsächlich was mit Monarchie zu tun hat. So was merkwürdiges wie die Royal Passion-Reihe möchte ich nämlich nicht nochmal lesen.

Zum Inhalt

Es geht um Ella, die nach dem Tod ihrer Mutter ganz alleine mit großen Geldsorgen dasteht. Der steinreiche, beste Freund ihres, ebenfalls verstorbenen, Vaters macht sie ausfindig und nimmt sie bei sich auf. Seine fünf Söhne sind davon aber gar nicht begeistert und Ella hat Schwierigkeiten sich an den neuen Lebensstil zu gewöhnen.

Quasi von der Gosse zur reichen Prinzessin.

Meine Meinung

Unterirdisch.

Leider beschreibt dieses Wort ziemlich genau meinen Eindruck nach dem Lesen.

Die Handlung ist einfach lächerlich. Ella ist 17 und strippt, um über die Runden zu kommen. Als dann Callum Royal (was ist das bitte für ein Name???) auftaucht, ist sie verständlicherweise nicht bereit, direkt mit ihm zu gehen. Das liegt vielleicht auch daran, dass er nicht einfach normal mit ihr redet und es anordnet. Absolut unrealistisch. Außerdem ist sie immerhin schon 17 und da hat man was Vormundschaften angeht schon ein Mitspracherecht.

Weil Callum scheinbar nicht weiß, wie man normal mit Menschen umgeht, greift er zu drastischen Maßnahmen. Er lauert ihr im Strip-Club auf, lässt sie erst mal kurz tanzen – sympathisch dieser fünffache Familienvater – und letztendlich wirft er sie einfach über seine Schulter und nimmt sie mit.

Da die wenigsten positiv auf eine Entführung reagieren, muss Callum wieder kreativ werden, damit Ella auch bei ihm bleibt. Deshalb bietet er ihr jeden Monat 10.000€, wenn sie nicht geht. Okaaay … kann man machen. Wirkt aber nicht sehr realistisch und ist auch objektiv betrachtet kein guter Start, wenn sie Teil der Familie werden soll. Außerdem hat er sie von der Strip-Stange weggeholt und ihr eine Zukunft geboten. Wenn er sich nicht so merkwürdig aufgeführt hätte, wäre sie bestimmt auch ohne 10.000€ Taschengeld geblieben.

Die ganze Ausgangssituation finde ich absolut unwirklich und das ist sehr schade. Es wirkt alles zu gewollt und zu zusammengedichtet, als dass es mich überzeugen könnte.

Die Wende

Ellas neue Brüder benehmen sich ihr gegenüber absolut dämlich, sexistisch und pervers. Sie sind wirklich die allergrößten Arschlöcher bis… Seite 184. Ungefähr. Irgendwann da passiert es. Und plötzlich ist alles anders. Leider weiß ich nicht wieso. Aber aus den Widerlingen werden Schoßhündchen. Ihr Verhalten vorher und nachher steht einfach in keinem Verhältnis. Danach fand ich das Buch tatsächlich etwas besser, weil sich alle mehr wie normale Menschen benommen haben. Es gibt aber auch noch ein paar grundlegende Probleme, die ich mit der Weltanschauung im Buch habe.

Das Verhalten einer 17-Jährigen

Ella hat sicherlich in ihrem Leben schon mehr durchgemacht als die meisten. Ihren Vater hat sie nicht kennen gelernt. Ihre Mutter hat als Stripperin viele merkwürdigen Typen mit nach Hause gebracht und letztendlich musste Ella mit ansehen, wie ihre Mutter an Krebs stirbt. Dennoch wird auch immer wieder betont, dass sie noch Jungfrau ist und was Sex angeht, keine Erfahrungen hat. Vor diesem Hintergrund kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich an eine Szene auf Seite 153 (Ebook) denke. Ella will sich bei ihrem Stiefbruder Reed rächen und macht ihm vor, sie würde mit ihm schlafen. Stattdessen fesselt sie ihn nackt an einen Stuhl, tatscht ihn ein bisschen an und verschwindet dann. Was zur Hölle soll das denn bitte? Was ist das überhaupt für ein Verhalten und sowie von einer 17-Jährigen. Also das geht für mich echt gar nicht.

Männer als Objekt, Frauen als dumme Dinger

Und das ist der größte und vor allem der vernichtende Kritikpunkt an dem Buch.

Im ganzen Buch ist Sex ein Bedürfnis, dass man eben hat und das UNBEDINGT gestillt werden will. Deshalb bietet Reed Ella auch an, mit ihr zu schlafen, wenn sie dafür nicht mit seinem Vater ins Bett geht…aha.

Das Hauptmerkmal der Brüder im Roman ist, dass sie gut aussehen. Die Zwillinge schlafen beide mit dem gleichen Mädchen, ohne dass sie das weiß. Das ist Vergewaltigung, aber Ella hält es nicht für nötig, dass Mädel mal aufzuklären.
Sie ist auch viel zu sehr damit beschäftigt, sich über das wichtigste bei einem Mann Gedanken zu machen:

Er hat einfach alles was ein Mädchen sich wünschen kann: den durchtrainierten Körper, das schöne Gesicht, das wahrscheinlich auch im Alter noch gut aussehen wird, Geld, und dann noch das gewisse Etwas. (S. 154)

Mit viel Wohlwollen könnte man „das gewisse Etwas“ als seine Persönlichkeit auslegen. Da Reed in der Szene allerdings sein bestes Stück in der Hand hält, habe ich ja eine andere Vermutung, wovon sie da spricht.

Ellas Oberflächlichkeit kennt einfach keine Grenzen. An einer Stelle erzählt sie von ihren bisher schönsten Erlebnissen und unter den Top-Ereignissen ist die Fahrt mit ihrem nagelneuen Cabrio und ihr erster Blowjob. Sie hat vielleicht viel Mist erlebt, aber ich denke es würden sich noch schönere Erlebnisse finden lassen, wenn man mal nachdenkt. Tut sie wohl eher selten. Das verleitet sie wohl auch zu Aussagen wie der folgenden:

„Aladin vielleicht, weil ich immer auf deinem fliegenden Teppich reiten darf?“ Ich wackle mit den Augenbrauen. Reed prustet vor Lachen. „Wow, du unterstellst also auch meinem Schwanz Zauberkräfte?“ (S. 253)

Diese Szene ist einfach nur zum Schämen schlecht.

Mein Fazit

Alles in allem fällt das Buch bei mir ganz klar durch. Die Handlung ist schlecht, der Schreibstil sticht nicht besonders hervor und die Figuren sind eindimensional, oberflächlich und dauer-geil. Das muss ich mir nicht antun. Aber das Cover ist schön. Um noch etwas positives zu sagen.

Statt Paper Princess lest ihr besser das hier.

 

 

Berühre mich. Nicht – von Laura Kneidl

Berühre mich. Nicht – von Laura Kneidl

Hallöchen,  Seit ich Alpha 100 gelesen habe, bin ich plötzlich im New Adult – Romance Fieber. So bin ich auch zu Berühre mich. Nicht gekommen. Außerdem ist Instagram quasi voll davon und ich wurde etwas neugierig. Das Cover gefällt mir sehr gut und besonders der Titel wirkt […]


My Diary

Post ID:

Hallöchen, 

Seit ich Alpha 100 gelesen habe, bin ich plötzlich im New Adult – Romance Fieber. So bin ich auch zu Berühre mich. Nicht gekommen. Außerdem ist Instagram quasi voll davon und ich wurde etwas neugierig.

Bildergebnis für lyx verlag berühre mich nicht
Bildquelle LYX-Verlag

Das Cover gefällt mir sehr gut und besonders der Titel wirkt aufsehenerregend. Die Doppeldeutigkeit hat sich mir von Anfang an eingeprägt, was zweifellos die Intention war.

Zum Inhalt

In Berühre mich. Nicht. geht es um Sage, die in ihrer Vergangenheit Schreckliches erlebt hat und deshalb durch einen Umzug einen Schlussstrich ziehen will. Leider machen ihr ihre Angstzustände das Leben schwer und sie fühlt sich häufig hilflos und verloren. Und dann gibt es natürlich noch das absolute Gefühlschaos, aber mal ehrlich….der Titel des Buches lässt das schon vermuten.

Meine Meinung

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Sage geschrieben. Dadurch bekommt man ihre Gefühle hautnah mit und mir hat das gut gefallen. Ich musste mich am Anfang erst an die Perspektive gewöhnen und auch an Sage. Ihre Angstzustände sind doch sehr seltsam und schwer nachvollziehbar. Ich kann keinerlei Aussage darüber treffen, ob ihr Verhalten realistisch ist, aber mir kam es insgesamt sehr authentisch vor.

Sage und Luca finde ich im Buch sehr sympathisch und auch April mag ich total gerne. Viel mehr Menschen spielen tatsächlich eigentlich gar nicht mit, zumindest nicht in größeren Rollen. Das Buch ist mit 462 Seiten nicht extrem lang und der Umfang der Handlung hält sich auch eher in Grenzen. Es passiert nicht wirklich viel, ich denke es kommt vor allem auf die Gefühle an, die transportiert werden und die sind bei mir angekommen.

Das Buch war weitestgehend sehr vorhersehbar. Nur einmal war ich wirklich überrascht und das war schon ziemlich zu Beginn die Verwechslungsgeschichte. Ich gehe nicht näher darauf ein, um Spoiler zu vermeiden. Da war ich genau wie Sage erst mal baff. Ansonsten finde ich es ist eine sehr klassische New Adult Lovestory.

Der Roman sticht jedoch durch die psychologischen Aspekte hervor. Sage hat ein Trauma und Angstzustände, da steckt mehr dahinter als bloß ein bisschen Teenie-Verwirrtheit. Das hat mir sehr gut gefallen und hat dem Buch in aller Oberflächlichkeit ein klein wenig Tiefe verliehen. Zumindest für mein Empfinden.

Ein weiteres Detail, dass mir sehr zusagt im Buch ist, dass Sages Geldprobleme häufiger Thema sind. In vielen Büchern werden finanzielle Aspekte gar nicht thematisiert, dabei ist das für viele junge Menschen, die ein Studium aufnehmen wollen, ein wichtiger Punkt.

Mein Fazit

Wer gerne New Adult Liebesgeschichten liest, wird mit Berühre mich. Nicht sicherlich nicht daneben liegen. Es liest sich schnell und zieht einen in seinen Bann. Sage und Luca sind schon süß. Das Ende von Band 1 ist allerdings der Hammer. Also ich warte schon ungeduldig auf Band 2, der nächstes Jahr Ende Januar erscheinen wird.