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#Leseparty und Neuzugänge

#Leseparty und Neuzugänge

Und schon ist sie wieder vorbei, die Frankfurter Buchmesse. Auch wenn ich dieses Jahr nicht dabei war, habe ich mich nicht gelangweilt. Stattdessen habe ich aufgeräumt, gebacken, einen Freund eingeladen und 13 Reasons Why auf Netflix angefangen. Shame on me… das hat mich echt Lesezeit gekostet. […]

7 Dinge für alle DAHEIMGEBLIEBENEN der FBM 2017

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Es ist wieder so weit! Heute startet die Frankfurter Buchmesse. Und alle Bücherwürmer sind dabei! … wirklich alle? Nein, ich für meinen Teil sitze daheim und denke zurück ans letzte Jahr, als ich selbst dabei sein konnte. Für alle Leidensgenossen, die aus welchen Gründen auch […]

Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke

Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke

Briefe an einen jungen Dichter – damit beginnt meine selbstauferlegte Challenge. Es ist mir von einem französischen Freund so warm ans Herz gelegt worden, mit den Worten „Das Werk hat mein Leben verändert, es hat in mir den Wunsch erweckt, zu schreiben und es hat mich abgeholt als es mir schlecht ging“ (von mir frei übersetzt). Dann hat er mir eine sehr hübsche zweisprachige – Deutsch und Französisch – Ausgabe geschenkt und ich habe mich sofort daran gemacht, es zu lesen.

Über das Werk

Das Werk besteht aus zehn Briefen, die Rainer Maria Rilke an den „jungen Dichter“ Franz Xaver Kappus schreibt, der Rilke um Rat bezüglich seiner eigenen literarischen Werke bittet.

Zum Inhalt gibt es nicht viel zu sagen. Rilke spricht über vieles, er philosophiert und er gibt Ratschläge, aber das ist es nicht, was diese Briefe so besonders macht. Es ist die Art wie er schreibt, wie er sich selbst zurücknimmt, um seinem Gegenüber helfend zur Seite zu stehen, die mich sehr an Rilkes Briefen berührt hat.

Briefe anderer Menschen zu lesen, empfinde ich als etwas sehr intimes, auch wenn sie schon tot sind und auch wenn es schon eine Menge Menschen vor mir gelesen haben. Ich habe mich den beiden nahe gefühlt, als wäre ich Teil des Schreibgesprächs. Zeitweise kam es mir vor, als schreibe Rilke den Brief an mich, als spreche er durch die Briefe zu mir.

Aktuell wie eh und je

Und was er zu sagen hat, ist auch heute noch relevant. Die Briefe entstanden vor über einhundert Jahren. Sie beginnen am 17. Februar 1903 und ihr Gespräch erstreckt sich über eine Zeitspanne von fünf Jahren. Ich hatte das Gefühl, dass Franz Kappus Rainer Maria Rilke in der Zeit ans Herz gewachsen ist. Als Leser kann man miterleben, wie die beiden sich über ihre Briefe näher kennen lernen und sich ihre Auffassungen mitteilen.

Rilke kritisiert die Werke Kappus zu Beginn und er gibt ihm einen Tipp, der sicher vielen angehenden Schriftstellern eine Anregung und eine Motivation sein kann.

Sie fragen, ob ihre Verse gut sind. Sie fragen mich. Sie haben vorher andere gefragt. […] Sie vergleichen sie mit anderen Gedichten, und sie beunruhigen sich, wenn gewisse Redaktionen Ihre Versuche ablehnen. Nun (da Sie mir gestattet haben, Ihnen zu raten) bitte ich Sie, das alles aufzugeben. […] Es gibt nur ein einziges Mittel. Gehen Sie in sich. Erforschen Sie den Grund, der Sie schreiben heißt […]. (Rilke 26). 

Von Melancholie und Leidenschaft

Rilke findet einfach die richtigen Worte. In seinen Briefen spricht er von vielen verschiedenen Themen, die ihn beschäftigen: Von der Literatur, von der Religion, von der Kunst und vom Tod, aber auch viel von der Einsamkeit. In mir hat er eine herbstliche Melancholie ausgelöst, die keineswegs unangenehm ist. Stattdessen bietet Rilke Stoff zum Nachdenken und auch in mir hat er den Wunsch geweckt, etwas zu schreiben. Die Leidenschaft, mit der er schrieb, kommt in seinen Briefen deutlich zum Ausdruck. Das Schreiben ist etwas was sein muss, da gibt es für ihn keine Alternative.

Nach dem Lesen der Briefe, habe ich das Gefühl ich kenne Rainer Maria Rilke ganz privat. Auch wenn das eine Illusion ist, lässt er die Leser doch ganz nah an sich ran und teilt seine Gedanken mit Kappus und dem Rest der Welt.

Wenn ihr also im Herbst noch Zeit und Platz für ein weiteres Buch habt, kann ich Briefe an einen jungen Dichter nur wärmstens empfehlen.  

Rezension zu EDRE von Nemen Cordon

Rezension zu EDRE von Nemen Cordon

Vor einiger Zeit bin ich bei der Lovelybooks-Debütautorenchallenge auf das Buch Edre – Agathor und die Rebellen von Nemen Cordon aufmerksam geworden. Zum Inhalt Das Buch ist eine Science-Fantasy-Action-Geschichte. Sie handelt von einer Welt in der Zukunft, in der eine Drei-Klassen-Gesellschaft herrscht: Auf der einen Seite gibt […]

#buchpassion / Edition: Lieblingsautor

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Als ich von  Janines Buchpassion-Aktion gehört habe, wollte ich unbedingt machen. Passionate bin ich! Allerdings über Bücher und nur so bedingt über Autoren. Ich lese ziemlich viel querbeet, alles was mir in die Finger kommt, Bücher kaufe ich eher nach Cover als nach Autor und […]

Quote it! – The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde

Quote it! – The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde

„I feel very strongly about putting questions; it partakes too much of the style of the day of judgement. You start a question, and it’s like starting a stone. You sit quietly on the top of a hill; and away the stone goes, starting others; and presently some bland old bird (the last you would have thought of) is knocked on the head in his own back garden and the family have to change their name. No, sir, I make it a rule of mine: the more it looks like Queer Street, the less I ask.“ (The strange case of Dr Jekyll and Mr Hyde von Robert Louis Stevenson, S.49).

Heute habe ich mich für ein Zitat aus The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde entschieden. Die gothic Novelle ist nicht sehr lang, aber natürlich ist sie weltbekannt. Jekyll und Hyde waren mir lange vorher der Novelle schon ein Begriff, aber wenn man die Geschichte dann selbst liest, ist das etwas ganz anderes. Es werden vor allem auch Hintergründe klar, wie es überhaupt dazu kam, dass Dr Jekyll zwei Persönlichkeiten hat.

Was mich besonders fasziniert, ist die Aktualität der Geschichte. Offensichtlich geht es um Dualität als menschliche Anlage. Dr. Jekyll ist der lebende Beweis, dass der Mensch eine gute und eine böse Seite. Leider beweist der Doktor auch, dass es keine gute Idee ist, diese böse Seite abzuspalten. Normalerweise ist die Welt eben nicht nur schwarz oder weiß, sondern es gibt eine ganze Reihe an Grautönen. Häufig bin ich aber doch dazu verleitet, Menschen auf zwei Kategorien einzuteilen: Rechts – links, groß – klein, dick – dünn, nett – unverschämt, gut – böse. Aber so ist unsere Welt nun mal nicht.

Im 21. Jahrhundert wissen wir ziemlich viel über die Welt und dennoch gibt es immer noch viele Unklarheiten. Mit dem wissenschaftlichen Fortschritt werden auch ethische Fragen aufgeworfen. Fortschritt ist klasse – aber um welchen Preis und was machen wir mit unserem Wissen. Natürlich ist es aus heutiger Sicht unmöglich seine Seele abzuspalten. Aber die Novelle liefert uns eben nur ein Beispiel einer wissenschaftlichen Errungenschaft und deren Folgen. Denken wir nur mal über Gentechnik und die damit verbundenen Möglichkeiten nach. Da ist man schnell beim Klonen und das Designer-Baby ist auch nicht weit. Aber was würde das wohl für unsere Welt bedeuten? Kaum auszudenken. Je mehr wir wissen, je mehr wir können, desto mehr Verantwortung haben wir. So wie Dr. Jekyll am Ende die Verantwortung für Dr. Hyde tragen muss.

Ich kann euch nur empfehlen, das Buch zu lesen. Es ist ungeheuer faszinierend und absolut zurecht gehört Robert Louis Stevenson zu den ganz Großen der Weltliteratur.

Quote it! – Katie

Quote it! – Katie

„Wohl oder übel“, sagte Crookes. Er saß übernächtigt auf seinem Labor-Kanapee. Pratt stand übernächtigt vor ihm, in der Hand ein Radiometer. „Pratt, lieber Freund. Wir werden unser Bewusstsein erweitern müssen. Es haben sich Dinge experimentell ereignet, die ein neues Denken erfordern. Sogar ein neues Fühlen, […]

Calendar Girl – Audrey Carlan

Calendar Girl – Audrey Carlan

In letzer Zeit sind mir in der Buchblogger-Community häufiger Posts aufgefallen, in denen die Blogger sich beklagen, dass sie manchmal das Gefühl beschleicht, alles schon einmal gelesen zu haben. Man entwickelt als Vielleser nun mal so seine Vorlieben und da passiert es den Krimilesern wohl […]

Quote it! – Wuthering Heights

Quote it! – Wuthering Heights

Es ist Donnerstag und damit Zeit für ein Classic-Zitat:

„A person who has not done one half his day’s work by ten o’clock, runs a chance of leaving the other half undone.“ (aus Emily Brontes Wuthering Heights S. 100)

Dass Lesen bildet ist ja weit verbreitet. Aber Bücher liefern noch weit mehr als Bildung: Sie sind förmlich voll von klugen Lebensweisheiten, die man sich bloß zu Herzen nehmen müsste. Dieses Zitat aus Wuthering Heights gehört zu meinen Favouriten. Wenn jetzt einige protestieren, kann ich das verstehen. Es gibt sicherlich schönere, romantischere, kämpferische und malerische Zitate in dem Roman. Allerdings muss ich zugeben, dass das Buch mich nicht so sehr überzeugt hat.

Schon seit der 9. Klasse hatte ich Wuthering Heights in meinem Oberstübchen rumschweben. Genau genommen seit ich damals Twilight gelesen habe und Bella so absolut begeistert von Sturmhöhe war. Allerdings habe ich mich damals nicht sehr für Klassiker der Literatur interessiert, sondern wollte lieber leicht verständliche Action-, Fantasy-, Romance-Geschichte. Das hat sich seitdem etwas geändert und so kam es, dass in meinem Englischkurs Wuthering Heights auf der Literaturliste stand. Mit hoher Erwartung habe ich es dann gelesen… und war dann doch schnell enttäuscht. Es zog sich wie Kaugummi und mit Heathcliff und Catherine konnte ich nichts so richtig anfangen.

Den Charakter von Catherine fand ich furchtbar nervig, von Heathcliff ganz zu schweigen. Emily Bronte hat da bei mir wirklich einen Nerv getroffen mit den beiden. Irgendwie hält sich mein Mitgefühl und meine Begeisterung für ihre Story absolut in Grenzen.

Nicht von der Hand zu weisen ist aber der fantastische Schreibstil von Emily Bronte. Die Beschreibungen des Herrenhauses, sowie der Natur rundherum finde ich absolut gelungen. Sie kreiert eine einzigartige Atmosphäre auf Wuthering Heights, die mich in den Bann gezogen hat, auch wenn ich die Protagonisten nicht besonders gerne gelesen habe.

Aber Literatur soll auch nicht immer nur Freude bereiten und angenehm zu lesen sein. Wuthering Heights hat mich vielmals zum Nachdenken angeregt und ich kann nur empfehlen sich mal damit auseinanderzusetzen.

Und das Zitat nehme ich natürlich als Anlass, um super motiviert meine Angelegenheiten vor 10 Uhr zu erledigen. Einen Versuch ist es wert.

Gendering – nimm dein Geschlecht aus der Sprache!

Gendering – nimm dein Geschlecht aus der Sprache!

Liebe Leserinnen und Leser, Seit vier Jahren gehe ich zur Uni und ich studiere eigentlich gerne. Dennoch treibt mich die Uni manchmal zur Weißglut. Die anderen Studenten … nein Studierenden und ich müssen manchmal echt viel mitmachen. Man kann also sagen: als Student hat man es […]