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Paper Princess – Wieso tue ich mir das an?

Paper Princess – Wieso tue ich mir das an?

Ich lese echt gerne. Aber manchmal zweifle ich an meiner Zurechnungsfähigkeit bei der Buchauswahl. Paper Princess ist so ein Fall.

Paper Princess
Bildquelle: Piper Verlag

In den sozialen Medien ist das Buch ziemlich präsent und wird sehr gehyped. Das ist auch der Grund, weshalb ich es mir ausgeliehen habe. Das einzige was ich vorher schnell überprüft habe, war, dass es nicht tatsächlich was mit Monarchie zu tun hat. So was merkwürdiges wie die Royal Passion-Reihe möchte ich nämlich nicht nochmal lesen.

Zum Inhalt

Es geht um Ella, die nach dem Tod ihrer Mutter ganz alleine mit großen Geldsorgen dasteht. Der steinreiche, beste Freund ihres, ebenfalls verstorbenen, Vaters macht sie ausfindig und nimmt sie bei sich auf. Seine fünf Söhne sind davon aber gar nicht begeistert und Ella hat Schwierigkeiten sich an den neuen Lebensstil zu gewöhnen.

Quasi von der Gosse zur reichen Prinzessin.

Meine Meinung

Unterirdisch.

Leider beschreibt dieses Wort ziemlich genau meinen Eindruck nach dem Lesen.

Die Handlung ist einfach lächerlich. Ella ist 17 und strippt, um über die Runden zu kommen. Als dann Callum Royal (was ist das bitte für ein Name???) auftaucht, ist sie verständlicherweise nicht bereit, direkt mit ihm zu gehen. Das liegt vielleicht auch daran, dass er nicht einfach normal mit ihr redet und es anordnet. Absolut unrealistisch. Außerdem ist sie immerhin schon 17 und da hat man was Vormundschaften angeht schon ein Mitspracherecht.

Weil Callum scheinbar nicht weiß, wie man normal mit Menschen umgeht, greift er zu drastischen Maßnahmen. Er lauert ihr im Strip-Club auf, lässt sie erst mal kurz tanzen – sympathisch dieser fünffache Familienvater – und letztendlich wirft er sie einfach über seine Schulter und nimmt sie mit.

Da die wenigsten positiv auf eine Entführung reagieren, muss Callum wieder kreativ werden, damit Ella auch bei ihm bleibt. Deshalb bietet er ihr jeden Monat 10.000€, wenn sie nicht geht. Okaaay … kann man machen. Wirkt aber nicht sehr realistisch und ist auch objektiv betrachtet kein guter Start, wenn sie Teil der Familie werden soll. Außerdem hat er sie von der Strip-Stange weggeholt und ihr eine Zukunft geboten. Wenn er sich nicht so merkwürdig aufgeführt hätte, wäre sie bestimmt auch ohne 10.000€ Taschengeld geblieben.

Die ganze Ausgangssituation finde ich absolut unwirklich und das ist sehr schade. Es wirkt alles zu gewollt und zu zusammengedichtet, als dass es mich überzeugen könnte.

Die Wende

Ellas neue Brüder benehmen sich ihr gegenüber absolut dämlich, sexistisch und pervers. Sie sind wirklich die allergrößten Arschlöcher bis… Seite 184. Ungefähr. Irgendwann da passiert es. Und plötzlich ist alles anders. Leider weiß ich nicht wieso. Aber aus den Widerlingen werden Schoßhündchen. Ihr Verhalten vorher und nachher steht einfach in keinem Verhältnis. Danach fand ich das Buch tatsächlich etwas besser, weil sich alle mehr wie normale Menschen benommen haben. Es gibt aber auch noch ein paar grundlegende Probleme, die ich mit der Weltanschauung im Buch habe.

Das Verhalten einer 17-Jährigen

Ella hat sicherlich in ihrem Leben schon mehr durchgemacht als die meisten. Ihren Vater hat sie nicht kennen gelernt. Ihre Mutter hat als Stripperin viele merkwürdigen Typen mit nach Hause gebracht und letztendlich musste Ella mit ansehen, wie ihre Mutter an Krebs stirbt. Dennoch wird auch immer wieder betont, dass sie noch Jungfrau ist und was Sex angeht, keine Erfahrungen hat. Vor diesem Hintergrund kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich an eine Szene auf Seite 153 (Ebook) denke. Ella will sich bei ihrem Stiefbruder Reed rächen und macht ihm vor, sie würde mit ihm schlafen. Stattdessen fesselt sie ihn nackt an einen Stuhl, tatscht ihn ein bisschen an und verschwindet dann. Was zur Hölle soll das denn bitte? Was ist das überhaupt für ein Verhalten und sowie von einer 17-Jährigen. Also das geht für mich echt gar nicht.

Männer als Objekt, Frauen als dumme Dinger

Und das ist der größte und vor allem der vernichtende Kritikpunkt an dem Buch.

Im ganzen Buch ist Sex ein Bedürfnis, dass man eben hat und das UNBEDINGT gestillt werden will. Deshalb bietet Reed Ella auch an, mit ihr zu schlafen, wenn sie dafür nicht mit seinem Vater ins Bett geht…aha.

Das Hauptmerkmal der Brüder im Roman ist, dass sie gut aussehen. Die Zwillinge schlafen beide mit dem gleichen Mädchen, ohne dass sie das weiß. Das ist Vergewaltigung, aber Ella hält es nicht für nötig, dass Mädel mal aufzuklären.
Sie ist auch viel zu sehr damit beschäftigt, sich über das wichtigste bei einem Mann Gedanken zu machen:

Er hat einfach alles was ein Mädchen sich wünschen kann: den durchtrainierten Körper, das schöne Gesicht, das wahrscheinlich auch im Alter noch gut aussehen wird, Geld, und dann noch das gewisse Etwas. (S. 154)

Mit viel Wohlwollen könnte man „das gewisse Etwas“ als seine Persönlichkeit auslegen. Da Reed in der Szene allerdings sein bestes Stück in der Hand hält, habe ich ja eine andere Vermutung, wovon sie da spricht.

Ellas Oberflächlichkeit kennt einfach keine Grenzen. An einer Stelle erzählt sie von ihren bisher schönsten Erlebnissen und unter den Top-Ereignissen ist die Fahrt mit ihrem nagelneuen Cabrio und ihr erster Blowjob. Sie hat vielleicht viel Mist erlebt, aber ich denke es würden sich noch schönere Erlebnisse finden lassen, wenn man mal nachdenkt. Tut sie wohl eher selten. Das verleitet sie wohl auch zu Aussagen wie der folgenden:

„Aladin vielleicht, weil ich immer auf deinem fliegenden Teppich reiten darf?“ Ich wackle mit den Augenbrauen. Reed prustet vor Lachen. „Wow, du unterstellst also auch meinem Schwanz Zauberkräfte?“ (S. 253)

Diese Szene ist einfach nur zum Schämen schlecht.

Mein Fazit

Alles in allem fällt das Buch bei mir ganz klar durch. Die Handlung ist schlecht, der Schreibstil sticht nicht besonders hervor und die Figuren sind eindimensional, oberflächlich und dauer-geil. Das muss ich mir nicht antun. Aber das Cover ist schön. Um noch etwas positives zu sagen.

Statt Paper Princess lest ihr besser das hier.

 

 

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Ziemlich alte Helden – Simona Morani

Ziemlich alte Helden – Simona Morani

Bildquelle: Random House

Ziemlich alte Helden von Simona Morani

Das Erstlingswerk von Simona Morani erschien 2015 in Italien und zwei Jahre später, im Mai diesen Jahres, auch bei uns in der deutschen Übersetzung bei Carl’s Books der Verlagsgruppe Randomhouse.

Zum Inhalt 

In der italienischen Provinz treffen sich seit Jahrzehnten fünf alte Männer in der immer gleichen Bar „La Rambla“. Sie rauchen und trinken und halten sich an keine Regeln. Das ist dem neuen Polizist im Dorf ein Dorn im Auge und er möchte die Alten so schnell wie möglich in das neu eröffnete Altersheim umquartieren. 

Zum Aufbau

Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Sie beginnt mit Ettore, dem sein verstorbener Freund Ermenegildo im Schlaf erscheint. Die einzelne Kapitel tragen immer ein Überschrift und sie sind so zwischen fünf und zehn Seiten lang.

Morani erzählt die Geschichte chronologisch, wobei man natürlich immer wieder auch Details aus der Vergangenheit der Protagonisten erfährt, sodass man sie alle sehr genau kennen lernt. Ich schätze, dass sich die Geschichte im Verlauf von ein oder zwei Wochen abspielt.

Zu den Personen

Das Faszinierende an dem Buch ist, dass Simona Morani mit Mitte Dreißig einen Roman aus Sicht von Menschen schreibt, die mehr als doppelt so alt sind wie sie selbst. Und ich habe ihr das abgekauft. Ich konnte mich in die Protagonisten hineinversetzten und habe sie in mein Herz geschlossen.

Außerdem schafft es Morani, verschiedene Typen alter Menschen aufzuzeigen, ohne klischeehaft oder abgedroschen zu sein.

Da gibt es Ettore, der durch den Tod seines Freundes plötzlich Angst vor dem Sterben bekommt und sich mit Block und Stift in die Predigt setzt, um herauszufinden, was denn da jetzt kommt nach dem Tod.

Und Gino, der halbblind mit seinem Ape durch die Straßen schleicht und auf den Zuhause seine drei letzten Schlachthühner warten, weil er Mitleid mit ihnen bekommen hat.

Und Cesare, dem seine Frau ununterbrochen auf die Nerven geht, der dann auch gerne mal das Hörgerät ausschaltet, aber wenn es hart auf hart kommt, kann er doch nicht ohne sie leben.

„Jetzt erzähl mir nicht, wie ich fahren soll“, erwiderte [Cesare] mit drohendem Blick. Irma musterte ihn verstohlen aus den Augenwinkeln. „Wie siehst du überhaupt aus?“ fragte sie angewidert, als sie seine Aufmachung bemerkte. „Wieso?“ Er hatte das kurzärmelige rote T-Shirt angezogen, das er im Sommer zu besonderen Anlässen trug. „Das hattest du letztes Mal schon an und auch das Mal davor, willst du, dass sie uns für Obdachlose halten?“ „Es ist doch sauber…“ (S. 111)

Diese Stelle hat mir besonders gut gefallen. Im weiteren Verlauf halten sie an, und kaufen ihm ein neues Hemd. Diese Geschichte ist so lebensnah, dass ich wirklich lachen musste beim lesen.

Was zum Nachdenken

Die Geschichte bietet jedoch mehr als nur lustige Alltagsszenen. Sie regt auch dazu an, über das Altwerden nachzudenken und damit verbunden auch über das Sterben. Da kann man sich schon die Frage stellen, wie man wohl selbst später sein wird. Ob man dann wie Ettoren noch schnell versucht, der eigenen Existenz einen Sinn zu geben, oder ob man wie Cesare nur noch genervt von seinem Ehepartner oder seiner Ehepartnerin sein wird. Vielleicht lebt man auch wie Gino mit drei Hühnern im Haus.

Der Roman bietet viele sehr schöne Stellen, dass es sich wirklich in jedem Alter zu lesen lohnt.

Als er ein Kind war, hatten viele der anderen noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt, und in seiner Jugend waren sie für ihn nur andere Bewohner des Dorfes gewesen. Doch irgendwann, wie auf einen Glockenschlag, war dieser Altersunterschied plötzlich hinfällig geworden: Im Alter waren sie alle gleich.

Fazit

Es ist ein Buch für ruhige Stunden. Das Setting ist ein malerisches, italienisches Bergdörfchen, da stellt sich direkt Urlaubsfeeling ein. Simona Morani lädt dazu ein, über das Älterwerden nachzudenken und hilft vielleicht auch den  jungen Leuten, sich ein bisschen in die Älteren hineinzuversetzen. Gleichzeitig beweist sie Humor und bietet sehr gute Unterhaltung. Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung und ist eines meiner Highlights 2017.

 

Die Walfängerin von Ines Thorn

Die Walfängerin von Ines Thorn

Diesen Herbst bin ich in ziemlich nostalgischer Stimmung. Ich bin gute 500 km weg von Zuhause und lebe zurzeit an der rauen Küste Nordfrankreichs, wo mir regelmäßig der Wind, gepaart mit winzigen, schmerzhaften Regentropfen ins Gesicht peitscht, mir die Kapuze vom Kopf und den Schirm […]

Frankfurter Blutspur – der zweite Krimi von Dieter Aurass

Frankfurter Blutspur – der zweite Krimi von Dieter Aurass

Ein paar Worte vorweg   Letztes Jahr habe vom Gmeiner-Verlag ein Leseexemplar bekommen. Es handelte sich um Frankfurter Kaddisch vom Debüt-Autor Dieter Aurass. Damals hatte mich besonders gereizt, dass es in Frankfurt spielt und das mir das Wort „Kaddisch“ wirklich absolut nichts gesagt hat. Nach dem […]

#Leseparty und Neuzugänge

#Leseparty und Neuzugänge

Und schon ist sie wieder vorbei, die Frankfurter Buchmesse. Auch wenn ich dieses Jahr nicht dabei war, habe ich mich nicht gelangweilt. Stattdessen habe ich aufgeräumt, gebacken, einen Freund eingeladen und 13 Reasons Why auf Netflix angefangen. Shame on me… das hat mich echt Lesezeit gekostet.

Trotzdem war ich buchtechnisch nicht komplett untätig. Ich habe zwei Bücher gekauft, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen und ein bisschen gelesen habe ich auch. Mein Ziel zur #Leseparty von Petzi und Primaballerina war es, ein Buch durchzulesen. Das Ziel habe ich seitenweit verfehlt! Stattdessen habe ich drei Bücher angefangen. Meine Bücher will ich euch jetzt näher vorstellen.

Angefangene Bücher

Frankfurter Blutspur von Dieter Aurass – 112 Seiten gelesen

Frankfurter Blutspur
Bildquelle Gmeiner Verlag

Nachdem ich letztes Jahr den Debüt-Krimi Frankfurter Kaddisch von Dieter Aurass gelesen hatte, habe ich mich gefreut, als ich dieses Jahr eine Fortsetzung dazu entdeckt habe. Wie der Name es schon vermuten lässt, spielen die Krimis in Frankfurt und der erste Teil war wirklich unheimlich spannend. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen. Auf den ersten 112 Seiten haben die sich bisher nur mäßig erfüllt, aber was nicht ist kann ja noch werden. Bisher kann ich auf jeden Fall sagen, dass es kein Nachteil ist, wenn man Teil 1 nicht gelesen hätte, da der Fall komplett abgeschlossen war. Aurass beschreibt alle Personen gleich zu Beginn im Detail, sodass ihr wirklich nichts verpasst. Aber es schadet natürlich nie, mit Teil eins zu Beginnen.

Ich will auch noch ein paar grobe Worte zum Inhalt des Buches verlieren – weit bin ich ja noch nicht. Im Krimi begleitet man die Einheit der Mordkommission von Gregor Mandelbaum. Gregor ist allerdings etwas speziell. Erstens kann er menschliche Gefühle und Emotionen nicht nachvollziehen, weswegen er schonungslos ehrlich ist und es zu vielen zwischenmenschlichen Problemen kommt. Und zweitens kann er Gesichtsausdrücke interpretieren, sodass er jederzeit erkennt, wenn sein Umfeld lügt, auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht (wer die Serie Lie to me kennt, hat eine gute Vorstellung von der Problematik). Diese Kombination sorgt besonders im ersten Band für viel Trubel, weil sein Team nicht Bescheid weiß. Natürlich gibt es auch einen Mordfall zu lösen. Mehrere osteuropäische Prostituierte werden erfroren aufgefunden und Mandelbaum und sein Team ermitteln. Viel weiter bin ich noch nicht. Und ich weigere mich, mir Klappentexte durchzulesen… die verraten viel zu viel.

The castle of Otranto von Horace Walpole – 108 Seiten gelesen

Cover for The Castle of Otranto
Quelle: Oxford University Press

Ich gebe es zu … eine Geschichte aus dem Jahr 1764 lese ich nicht ganz freiwillig. Für meine Staatsexamensarbeit will ich mich ein bisschen mit Gothic Literature auseinandersetzen. Und da ist Horace Walpole nun mal ein Pionier gewesen. Allerdings zieht sich diese Geschichte sowas von hin! Ich habe eine vorgelesene Version des Buches auf Youtube gefunden, und da höre ich es mir an, während ich auf meinem E-Reader mitlese.

Es hat nicht sehr viele Seiten, hab schon mehr als die Hälfte gelesen und ich gebe euch kurz einen kurzen Abriss der Handlung: Der böse Manfred, will seinen Schwächling von Sohn verheiraten. Bevor es zur Hochzeit kommen kann, wird Manfreds Sohn unter einem riesigen Helm begraben und stirbt. Daraufhin beschließt Manfred, dass er seine unfruchtbare Frau in den Wind schießt und einfach seine Beinahe-Schwiegertochter heiratet … Why not?! Die ist allerdings wenig begeistert und flieht. Manfred verfolgt sie durchs Schloss und an dieser Stelle bin ich gerade. Auch wenn ich die Handlung etwas zum Lachen finde, hat es mich bei dieser Verfolgung doch gegruselt. Also es hat seine Berechtigung, dass Walpole ein Begründer der Gothic Literatur ist. Achja, es kommt auch noch ein Geist vor… aber was es mit dem auf sich hat, habe ich noch nicht durchschaut. Auf jeden Fall ist es ganz unterhaltsam. Hat das zufällig jemand von euch gelesen?

 

 

Neuzugänge

Diese Woche habe ich die schnuckeligste Buchhandlung aller Zeiten entdeckt! Ich bin im Moment in Calais (ja genau, da wo es nach England geht 😉 und habe am Mittwoch mal die örtliche Buchhandlung ausgecheckt. Ich war nicht sehr optimistisch. In Lille gab es zahlreiche Buchhandlungen, inklusive einer mit ACHT Stockwerken. In Calais gibt es eine einzige. Dafür ist die aber ein echter Hingucker. Die Librairie Du Channel ist quasi in einem kleinen Industriepark. Von außen ist sie abgeschirmt durch einen großen, rost-roten Eisenzaun und man muss durch ein großes Tor hindurchgehen, um die Buchhandlung überhaupt zu sehen. Dann steht man auf einem weitläufigen Gelände mit einer Veranstaltungshalle. Vor der Buchhandlung sind kleine Liegestühle und ganz viele Pflanzen und drinnen ist es einfach voller Bücher. Deckenhohe Regale, voll mit einem wohlausgesuchten Sortiment an Büchern. Ein Buchwurm-Paradies. Und dort habe ich auch meine zwei Bücher gekauft.

1984 von George Orwell – 40 Seiten gelesen

Ich finde es ist schon eine Schande, dass ich das noch nicht gelesen habe. Mittlerweile habe ich schon so viele Details über das Buch gehört, dass ich es jetzt einfach mal lesen muss und ich freue mich schon drauf.

Die Dystopie spielt im Jahr 1984 und der Protagonist lebt in einem Überwachungsstaat. George Orwell ist manchmal erschreckend nah an der Realität, wie wir sie heute erleben. Wenn ich es gelesen habe, verfasse ich auf jeden Fall eine Rezension. Dann erfahrt ihr, ob das Buch meinen hohen Erwartungen gerecht werden konnte.

 

 

 

Frankenstein von Mary Shelley

Bildquelle: Penguin Books

Wer oben aufmerksam gelesen hat, ahnt wieso dieses Buch bei mir eingezogen ist. Das wird mein nächstes Gothic-Buch und ehrlich gesagt, bin ich schon echt gespannt. Es gibt wohl niemanden, der bei Frankenstein kein Bild im Kopf hat. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie viel vom „echten“ Frankenstein, in den Geschichten ist, die ich bisher gehört und gesehen habe. Als ich The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde das erste Mal gelesen habe, war ich extrem überrascht, weil ich eine ganz andere Erzählform erwartet hatte und die Geschichte immer auf die doppelte Persönlichkeit reduziert habe. Die spielt zwar eine wichtige Rolle, aber das Buch hat noch viel mehr zu bieten. Deshalb bin ich umso gespannter darauf, was mir Frankenstein zu bieten haben wird. Ich denke, die Geschichte muss ich nicht zusammenfassen. Ihr wisst auch so worum es geht.

Jetzt werde ich noch ein bisschen weiter #Leseparty feiern und mir die vielen tollen Beiträge anschauen, die die anderen Blogger geschrieben haben. Gabi hat auf ihrer Seite Laberladen.com einen Beitrag verfasst und dort andere Beiträge zur Leseparty gesammelt, da könnt ihr gerne vorbeischauen.

 

 

 

7 Dinge für alle DAHEIMGEBLIEBENEN der FBM 2017

7 Dinge für alle DAHEIMGEBLIEBENEN der FBM 2017

Es ist wieder so weit! Heute startet die Frankfurter Buchmesse. Und alle Bücherwürmer sind dabei! … wirklich alle? Nein, ich für meinen Teil sitze daheim und denke zurück ans letzte Jahr, als ich selbst dabei sein konnte. Für alle Leidensgenossen, die aus welchen Gründen auch […]


My Diary

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Es ist wieder so weit! Heute startet die Frankfurter Buchmesse. Und alle Bücherwürmer sind dabei! … wirklich alle? Nein, ich für meinen Teil sitze daheim und denke zurück ans letzte Jahr, als ich selbst dabei sein konnte. Für alle Leidensgenossen, die aus welchen Gründen auch immer dieses Wochenende nicht auf der Buchmesse sein können, habe ich hier eine Liste mit 7 Dingen, die ihr stattdessen tun könnt.

1.Lesen

Ja, okay. Der erste Tipp ist jetzt sehr naheliegend. Das machen wir ja eigentlich sowieso ständig und es gibt eh nichts besseres, um sich über verpasste Gelegenheiten hinwegzutrösten. Aber man könnte ja vielleicht mal zu einem Buch greifen, dass man normalerweise nicht lesen würde, weil es vielleicht nicht dem bevorzugten Genre entspricht oder man das Cover absolut nicht ansprechend findet. Oder ihr vertieft euch mal in einen Klassiker. Mein aktueller Neuzugang ist Mary Shelleys Frankenstein – habe ich vor etwa einer halben Stunde gekauft. Das ist perfekt für einen kalten, verregneten Herbsttag und die verpasste Buchmesse sorgt sicher bei dem ein oder anderen für düstere Stimmung, passend zum Buch.

2.Backen 

Gibt es etwas tröstenderes als ein Stück saftigen Schokoladenkuchens? – oder auch drei. Also mich stimmt das immer direkt gut gelaunt und backen ist absolut entspannend. Ihr macht ein bisschen Musik an, kocht euch einen Tee und natürlich darf während des Backens genascht werden! Auf Ilkas Blog Die Welt der kleinen Dinge habe ich ein schönes Rezept entdeckt, dass mich geradezu anlacht. Außerdem könnt ihr da wunderbar noch schnell alle Schokoreste von Ostern verwerten, bevor sich zu Weihnachten neue anhäufen.

3.An der Leseparty teilnehmen

Wir haben uns jetzt also ein Buch ausgesucht und einen hammermäßigen Schokokuchen gebacken. Dann ist jetzt DIE Zeit für eine Party! Keine Sorge, niemand muss raus in den Regen und es kommt auch niemand vorbei und verschüttet süß-klebrigen Alkohol in der ganzen Wohnung. Die Leseparty von Petzi und Primaballerina ist eine Alternative für alle Daheimgebliebenen, die sich während der Buchmesse ein wenig austauschen möchten. Infos findet ihr auf ihren Blogs und in der Facebook-Veranstaltung. Es wird diskutiert und passende Beiträge geben und außerdem gibt es etwas zu gewinnen. Also ich bin dabei!

4.Rausgehen

Ja, liebe Leute. Das ist tatsächlich eine Möglichkeit. Nicht unbedingt meine Bevorzugte. Aber irgendwie lädt der Herbst doch auch zum Spazierengehen ein. Am besten ihr sucht euch nicht gerade den verregnetsten Tag aus, aber ansonsten sag ich: Raus an die frische Luft! Das macht den Kopf frei, ist gesund und macht glücklich. Angeblich senkt regelmäßiges Spazierengehen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken und es ist gut fürs Herz. Wenn das nicht mal zwei ausschlaggebende Argumente sind. Wenn ihr keinen Hund habt, den ihr mitnehmen könnt, dann fragt doch mal die Mama oder die beste Freundin, so ist es auch zusätzlich noch gut für die Seele und man kann ein bisschen quatschen.

5.Freunde einladen

Vorausgesetzt es befinden sich nicht alle eure Freunde auf der Buchmesse, dann ist das doch eine gute Gelegenheit, um sich zu verabreden. Vielleicht gibt es ja Freunde, die ihr konsequent vernachlässigt, weil ihr immer zu viel zu tun habt? Dann nutzt die Chance. Es geht doch nichts über einen schönen gemeinsamen Nachmittag, um zu quatschen und zu lachen – und um die Reste des Schokokuchens zu verspeisen.

6.Aufräumen

Wenn ihr schon mal Zeit habt, wieso dann nicht was sinnvolles tun? Besonders wenn ihr Tipp 5 beachtet habt, kann es angebracht sein, nochmal aufzuräumen. Um das Aufräumen nicht zu langweilig werden zu lassen, ist vielleicht ein Hörbuch keine schlechte Idee. Im Internet findet ihr einige Seiten, auf denen kostenlos Hörbücher angeboten werden. Oder ihr versucht es mit einem Probe-Abo bei Audible. Da könnt ihr euch gratis ein Hörbuch anhören. Aber Achtung! Nicht vergessen zu kündigen. Ihr könnt euch natürlich auch einfach ein Hörbuch kaufen. Meine Hörbuch-Empfehlung ist Hummel Dumm von Tommy Jaud. Es versetzt euch zurück in den Sommerurlaub und ist einfach ultra-lustig.

7.Auf Blogs stöbern

Last but not least: meine Lieblingsbeschäftigung. Ich klicke mich von Blogroll zu Blogroll und versuche neue, interessante Blogs zu finden, lese zig spannende Beiträge und meine Bücherwunschliste wächst und wächst. Außerdem ist man so auch direkt up-to-date was so auf der Buchmesse vor sich geht, weil es dazu sicher zahlreiche Beiträge geben wird – ich freu mich schon 🙂

Wenn ihr schon mal hier seid, lade ich euch natürlich herzlich ein, auch noch etwas länger auf meinem Blog zu verweilen. Meine neuste Rezension zu Briefe an einen jungen Dichter  findet ihr hier und zu meinem Blogroll geht es hier entlang. Wenn ihr selbst einen Blog habt, könnt ihr ihn gerne in den Kommentaren verlinken.