Polly is back!

Polly is back!

Bonjour!

Meine erste Woche in Frankreich ist quasi zu Ende und ich habe auch mein erstes Buch hier durchgelesen. Mein neues, wenn auch nur vorübergehendes, Bett ist super bequem und eignet sich perfekt, um darin zu liegen und zu lesen.

Für meinen Anfang in Frankreich habe ich mir ein ganz besonderes Buch ausgesucht: Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg. Ich habe den ersten Band (Die kleine Bäckerei am Strandweg) letztes Jahr vor dem Urlaub ganz spontan gekauft, weil ich das Cover so schön fand und es ein wenig sommerliche Vorfreude in mir ausgelöst hat. Und genau das Versprechen hat der erste Band auch gehalten. Es hat sich sommerlich angefühlt und vor allem hat es in mir die Lust zu backen geweckt, sodass ich mich direkt nach dem Urlaub in die Küche gestellt und wieder Brot gebacken habe. Mit dieser Vorgeschichte ist es wenig verwunderlich, dass ich vor Freude ganz aus dem Häuschen war, als ich im Fernsehen eine Werbung für den zweiten Teil meines Sommer-Highlights 2016 sah. Mit dem Kauf habe ich allerdings noch etwas gewartet, weil ich es auf jeden Fall in Frankreich lesen wollte, um wenigstens ein bisschen Bekanntes in meiner ersten Zeit um mich zu haben.

Super nützlich ist, dass Jenny Colgan zu Beginn des Buches eine kleine Einführung à la was-bisher-geschah gibt. Denn ich konnte mich an vieles gar nicht mehr genau erinnern und bin auch kein Freund von endlosen Einleitungskapiteln, die nur dazu dienen neue Leser auf den aktuellen Stand zu bringen. Jenny Colgan hat das toll gelöst finde ich.

Das Cover von Teil zwei ist ebenso schön wie das von Teil eins, und ich bin ein wenig wehmütig, dass ich nur das E-Book besitze (aber es war einfach kein Platz in meinem Koffer). Leider konnte mich der Inhalt dieses Mal nicht ganz so sehr überzeugen. Was mir an Teil eins so gut gefallen hat, war die Authentizität des kleinen Örtchens Polbearne und seiner Bewohner. In der Fortsetzung kommen zwar die „alten“ Protagonisten auch wieder vor, sogar Neil ist wieder mit von der Partie – die Fans wissen wovon ich rede 😉 – aber es gibt auch ein paar neue Gesichter, die auf mich irgendwie zu hausgemacht gewirkt haben. Sie waren nötig, um der Geschichte eine gewisse Dramatik zu verleihen, aber für mich waren einige sehr überspitzt dargestellt. Außerdem gab es ein paar Handlungsstränge die man komplett hätte streichen können, die Geschichte wäre auch gut Duboise und Kerensas kurzzeitige Pleite ausgekommen (ich will hier nicht zu viel vorwegnehmen).

Überhaupt ist in der ganzen Geschichte zu wenig passiert und es wurde zu wenig gebacken, davon war ich etwas enttäuscht. So sehr ich mich über eine Fortsetzung gefreut habe, eigentlich war Die kleine Bäckerei am Strandweg abgeschlossen und die Geschichte weiterzuschreiben hat ihr nicht unbedingt gut getan.

Deshalb würde ich das Buch eher mit Einschränkungen weiterempfehlen. Wenn ihr Die kleine Bäckerei am Strandweg noch nicht gelesen habt, dann holt euch das. Von Band zwei würde ich eher die Finger lassen. Allerdings wird im Winter Teil 3 Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg erscheinen. Deswegen geht an Band zwei wohl kein Weg vorbei. Ich werde mir trotz der Enttäuschung auch den dritten Teil noch holen. Mal sehen wie mein Urteil dann ausfällt. Ihr werdet es hier erfahren.

À plus!

Lisa



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