#buchpassion / Edition: Lieblingsautor

#buchpassion / Edition: Lieblingsautor

Als ich von  Janines Buchpassion-Aktion gehört habe, wollte ich unbedingt machen. Passionate bin ich! Allerdings über Bücher und nur so bedingt über Autoren. Ich lese ziemlich viel querbeet, alles was mir in die Finger kommt, Bücher kaufe ich eher nach Cover als nach Autor und es kommt vor, dass ich nicht genau sagen kann, wer das Buch, das ich lese, eigentlich geschrieben hat. Schande auf mein Haupt… Obwohl der/die Autor/in eines Buches natürlich unschätzbar wichtig ist, richtet sich meine Aufmerksamkeit häufig auf andere Dinge.

Mit dem Bloggen und Instagrammen (da gab es übrigens auch was zur Buchpassion, hier entlang) hat sich das etwas geändert. Es gibt Autoren, die mir da häufiger auffallen, und wenn ich dann in der Buchhandlung stehe, verbinde ich bereits etwas mit dem Namen. Außerdem mache ich mir viel mehr Gedanken über die Bücher, die ich lese. Ich setze mich hin, verfasse eine Rezension und natürlich spielt dabei auch der Autor oder die Autorin eine wichtige Rolle.

Ich bin allerdings gar nicht so erpicht darauf, mehrere Bücher desselben Autors zu lesen. Jedes Buch ist doch etwas verschieden, und es kommt häufig vor, dass ich ein Buch in den Himmel loben könnte, und ein anderes Buch desselben Autors lieber wieder in der Versenkung verschwinden lasse. Deshalb lese ich einfach gerne viele verschiedene Autoren.

Jetzt wo ihr ein bisschen wisst wie ich ticke, ist es umso erstaunlicher, dass sich doch die/der ein oder andere Autor/in bei mir eingeprägt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es sind letztendlich vier geworden, wobei die Reihenfolge keinerlei Aussagekraft hat, denn die vier Autoren sind vom Stil her absolut unterschiedlich.

1) J.K. Rowling

Ich gebe zu, dass ich Frau Rowling auf der Liste ganz vergessen hatte, als ich anfing den Blogbeitrag zu verfassen, aber natürlich hat sie einen Platz hier verdient. Harry Potter fand ich fantastisch und J.K. Rowling hat als Autorin einfach meine Kindheit geprägt. Ein plötzlicher Todesfall ist allerdings ein Buch, dass es für mich nicht unbedingt gebraucht hätte.

2) Sebastian Fitzek

Ich denke da werden mir einige Zustimmen: Von Sebastian Fitzek darf man ruhig mehrere Bücher lesen… und es wird auch sicher nicht langweilig – oder weniger schrecklich. Mein Lieblingsbuch von Herrn Fitzek ist Die Therapie. Das war auch gleichzeitig das erste Buch, dass ich von ihm gelesen hatte. Mein Lieblingsbuch was Äußerlichkeiten angeht ist Passagier 23 , das hab ich mir letztes Jahr auf der Buchmesse gekauft, um es signieren zu lassen, – jippie – gelesen hatte ich es da schon. Eher ein durchwachsenes Feedback bekommt Das Paket. Das habe ich Anfang des Jahres gelesen und so richtig wert war es sein Geld nicht. Da hat Sebastian Fitzek schon Besseres zu Papier gebracht, finde ich.

3) Ursula Poznanski 

Sie gehört für mich absolut unter meine Top 4 Autoren, die ich immer mal wieder lese. Mein erstes Poznanski-Buch war Erebos und das hat mich echt begeistert. Mich beschleicht häufig das Gefühl, ich hätte alles schon mal irgendwann gelesen, aber Erebos  ist da absolut anders. Damals dachte ich ja schon, ich hätte mein Lieblings-Poznanski-Buch schon gefunden… Da hatte ich aber noch nicht die Eleria-Trilogie gelesen. Die Bücher heißen Die Verratenen, Die Verschworenen und Die Vernichteten. Diese Dystopie hat mich echt umgehauen, so schnell habe ich wohl noch nie eine ganze Reihe gelesen. Ich finde, dass sie völlig unterbewertet ist. Sie ist zwar schon älter, aber dennoch eindeutig lesenswert! Weniger begeistert hat mich Layers, das 2015 erschienen ist. Ich habe mich für das Buch schon ein wenig zu alt gefühlt, es ist doch eher ein Jugendbuch und ich konnte da für mich nicht so viel rausziehen, wie aus den anderen Büchern, von Frau Poznanski.

Last but not least…

4) Oscar Wilde 

Oscar Wilde darf auf einer Liste meiner Lieblingsautoren nicht fehlen. Durch die Uni habe ich angefangen Wilde zu lesen und ich kann sagen, selten hat mich ein Uni-Buch so begeistert, wie The importance of being Earnest. Das ist auch zweifellos mein Lieblingsbuch von Wilde. Wildes satirischem Schreibstil kann ich echt was abgewinnen. Mein Lieblingscharakter seiner Werke ist Lord Henry, aus Das Bildnis des Dorian Grey. Er ist frech, zynisch und übt entscheidenden Einfluss auf Dorian aus, und vielleicht spiegelt sich in ihm einiges von Wilde selbst wieder. Neben den oben genannten Werken, empfehle ich noch ganz klar die Kurzgeschichte Lord Arthur Saviles Verbrechen, die ist wirklich urkomisch. Ihr findet sie bei Projekt Gutenberg.

Besondere Begegnungen

Diese vier Autoren haben wirklich mein Leseverhalten geprägt und ich bin echt dankbar, dass ich auf sie gestoßen bin. Ich bin mir auch sicher, dass die Liste noch ein wenig wachsen wird. Bevor ich zum Ende diesen Posts komme, möchte ich euch noch von drei Begegnungen mit Autoren berichten, die für mich etwas Besonderes waren.

Auf der Buchmesse bei Isabel Abedi

Wir starten mal vor … lasst mich kurz nachrechnen … ca. 11 Jahren. Als ich noch klein und knuffig in die 6. Klasse ging. Damals war Isabel Abedi bei uns zur Lesung in die Schule eingeladen und natürlich gab es auch signierte Exemplare. Das war überhaupt meine allererste Autorenlesung, aber das war noch gar nicht das Prägendste daran. Zwei Jahre später haben mir mit der Klasse die Buchmesse besucht und ich bin zufällig Isabel Abedi über den Weg gelaufen… und sie konnte sich noch an mich erinnern! *kreisch*. Das fand ich damals absolut fantastisch und deshalb ist es mir noch heute im Gedächtnis geblieben.

Lesung mit Benedict Wells

Gehen wir chronologisch vor: Irgendwann dieses Jahr, mein Hirn lässt mich etwas bei den Details im Stich, war ich bei einer Lesung von Benedict Wells. Absolut beeindruckend war schon mal, dass die Kinomitarbeiter trotz großem Kinosaal noch extra Stühle beiholen mussten, weil so viele Menschen gekommen waren. Die Lesung war grandios. Benedict Wells hat Humor und hat uns den Abend lang gut unterhalten. Und natürlich brauchte ich unbedingt ein Autogramm. Wir standen eeewig an. Und zwar, weil sich Herr Wells tatsächlich mit jedem Zeit genommen hat. Er hat einen langen Text als Widmung geschrieben … ganz der Autor wollte er gar nicht mehr aufhören zu schreiben. Er hat mit jedem ein echtes Gespräch geführt und Nachfragen gestellt. Hut ab, sag ich da. Das war eine tolle Erfahrung, also wenn ihr die Gelegenheit auf eine Lesung mit Benedict Wells habt, nehmt sie wahr!

E-Mail an Minny Baker

Und zu guter letzt, habe ich dieses Jahr das erste Mal einer Autorin eine E-Mail geschrieben. Ich bin eigentlich nicht so ein Fan-Girl… ich lese gerne, klar, aber ich muss meine Bücherliebe nicht unbedingt mitteilen. Allerdings hat mich ein Self-Publishing-Buch dieses Jahr extrem überzeugt: Alpha One von Minny Baker. Darin geht es um Beth, die zufällig als Tanztalent entdeckt wird und deshalb bei den weltberühmtesten Tänzern in London trainieren darf. Zwei Teile sind davon schon erschienen und ich habe sie absolut weggesuchtet. Aber es gibt Hoffnung: Mittlerweile steht fest, dass der dritte Teil im November erscheinen wird… ich bin Feuer und Flamme. Wenn ihr also noch überlegt, was ihr als nächstes Lesen sollt: Alpha 1 und 2 und anschließend natürlich noch Teil 3.

Mein Fazit zur #Buchpassion

Ich bin total froh, dass ich mitgemacht habe. Es gibt so viele tolle Beiträge auf Blogs und auf Instagram. Die Fragen waren echt gut gestellt und ich habe viel über andere Blogger und auch über mich selbst erfahren (an diesem Blogpost schreibe ich echt schon eine Ewigkeit).

Ein Hoch auf alle Autorinnen und Autoren, die uns immer wieder neuen Stoff liefern, um abzutauchen und uns auszutauschen. Danke 🙂



5 thoughts on “#buchpassion / Edition: Lieblingsautor”

    • Hallo Janine,

      also ich finde der Aufwand hat sich gelohnt, es hat super viel Spaß gemacht und ist es auf jeden Fall wert ! Das sieht man ja schon daran, wie viele Leute sich beteiligt haben 🙂 Danke dir nochmal für die Organisation 🙂
      Liebe Grüße.

  • Huhu,
    ein schöner Beitrag! Bei Fitzek liebe ich seine alten Werke, von den neueren hab ich das ein oder andere noch hier liegen, aber ungelesen. Poznazki kenne ich bislang nur als Kombi mit Strobel (Anonym), aber „Stimmen“ liegt schon bei mir und „Fremd“ steht ganz oben auf meiner WuLi.
    Der ein oder andere weitere Name ist mir bekannt, hab ich aber selbst bislang noch nicht gelesen – schön das du solch ein wunderbares Autorenerlebnis hattest (=

    Liebe Grüße
    Janna

    • Hallo Janna,
      „Anonym“ steht auch schon auf meiner Wunschliste, das würde ich wirklich gerne demnächst lesen.
      Sebastian Fitzek ist schon spitze! 🙂 Ich frage mich allerdings, wo der Mann diese Ideen hernimmt 😀
      Liebe Grüße

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