#Leseparty und Neuzugänge

#Leseparty und Neuzugänge

Und schon ist sie wieder vorbei, die Frankfurter Buchmesse. Auch wenn ich dieses Jahr nicht dabei war, habe ich mich nicht gelangweilt. Stattdessen habe ich aufgeräumt, gebacken, einen Freund eingeladen und 13 Reasons Why auf Netflix angefangen. Shame on me… das hat mich echt Lesezeit gekostet.

Trotzdem war ich buchtechnisch nicht komplett untätig. Ich habe zwei Bücher gekauft, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen und ein bisschen gelesen habe ich auch. Mein Ziel zur #Leseparty von Petzi und Primaballerina war es, ein Buch durchzulesen. Das Ziel habe ich seitenweit verfehlt! Stattdessen habe ich drei Bücher angefangen. Meine Bücher will ich euch jetzt näher vorstellen.

Angefangene Bücher

Frankfurter Blutspur von Dieter Aurass – 112 Seiten gelesen

Frankfurter Blutspur
Bildquelle Gmeiner Verlag

Nachdem ich letztes Jahr den Debüt-Krimi Frankfurter Kaddisch von Dieter Aurass gelesen hatte, habe ich mich gefreut, als ich dieses Jahr eine Fortsetzung dazu entdeckt habe. Wie der Name es schon vermuten lässt, spielen die Krimis in Frankfurt und der erste Teil war wirklich unheimlich spannend. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen. Auf den ersten 112 Seiten haben die sich bisher nur mäßig erfüllt, aber was nicht ist kann ja noch werden. Bisher kann ich auf jeden Fall sagen, dass es kein Nachteil ist, wenn man Teil 1 nicht gelesen hätte, da der Fall komplett abgeschlossen war. Aurass beschreibt alle Personen gleich zu Beginn im Detail, sodass ihr wirklich nichts verpasst. Aber es schadet natürlich nie, mit Teil eins zu Beginnen.

Ich will auch noch ein paar grobe Worte zum Inhalt des Buches verlieren – weit bin ich ja noch nicht. Im Krimi begleitet man die Einheit der Mordkommission von Gregor Mandelbaum. Gregor ist allerdings etwas speziell. Erstens kann er menschliche Gefühle und Emotionen nicht nachvollziehen, weswegen er schonungslos ehrlich ist und es zu vielen zwischenmenschlichen Problemen kommt. Und zweitens kann er Gesichtsausdrücke interpretieren, sodass er jederzeit erkennt, wenn sein Umfeld lügt, auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht (wer die Serie Lie to me kennt, hat eine gute Vorstellung von der Problematik). Diese Kombination sorgt besonders im ersten Band für viel Trubel, weil sein Team nicht Bescheid weiß. Natürlich gibt es auch einen Mordfall zu lösen. Mehrere osteuropäische Prostituierte werden erfroren aufgefunden und Mandelbaum und sein Team ermitteln. Viel weiter bin ich noch nicht. Und ich weigere mich, mir Klappentexte durchzulesen… die verraten viel zu viel.

The castle of Otranto von Horace Walpole – 108 Seiten gelesen

Cover for The Castle of Otranto
Quelle: Oxford University Press

Ich gebe es zu … eine Geschichte aus dem Jahr 1764 lese ich nicht ganz freiwillig. Für meine Staatsexamensarbeit will ich mich ein bisschen mit Gothic Literature auseinandersetzen. Und da ist Horace Walpole nun mal ein Pionier gewesen. Allerdings zieht sich diese Geschichte sowas von hin! Ich habe eine vorgelesene Version des Buches auf Youtube gefunden, und da höre ich es mir an, während ich auf meinem E-Reader mitlese.

Es hat nicht sehr viele Seiten, hab schon mehr als die Hälfte gelesen und ich gebe euch kurz einen kurzen Abriss der Handlung: Der böse Manfred, will seinen Schwächling von Sohn verheiraten. Bevor es zur Hochzeit kommen kann, wird Manfreds Sohn unter einem riesigen Helm begraben und stirbt. Daraufhin beschließt Manfred, dass er seine unfruchtbare Frau in den Wind schießt und einfach seine Beinahe-Schwiegertochter heiratet … Why not?! Die ist allerdings wenig begeistert und flieht. Manfred verfolgt sie durchs Schloss und an dieser Stelle bin ich gerade. Auch wenn ich die Handlung etwas zum Lachen finde, hat es mich bei dieser Verfolgung doch gegruselt. Also es hat seine Berechtigung, dass Walpole ein Begründer der Gothic Literatur ist. Achja, es kommt auch noch ein Geist vor… aber was es mit dem auf sich hat, habe ich noch nicht durchschaut. Auf jeden Fall ist es ganz unterhaltsam. Hat das zufällig jemand von euch gelesen?

 

 

Neuzugänge

Diese Woche habe ich die schnuckeligste Buchhandlung aller Zeiten entdeckt! Ich bin im Moment in Calais (ja genau, da wo es nach England geht 😉 und habe am Mittwoch mal die örtliche Buchhandlung ausgecheckt. Ich war nicht sehr optimistisch. In Lille gab es zahlreiche Buchhandlungen, inklusive einer mit ACHT Stockwerken. In Calais gibt es eine einzige. Dafür ist die aber ein echter Hingucker. Die Librairie Du Channel ist quasi in einem kleinen Industriepark. Von außen ist sie abgeschirmt durch einen großen, rost-roten Eisenzaun und man muss durch ein großes Tor hindurchgehen, um die Buchhandlung überhaupt zu sehen. Dann steht man auf einem weitläufigen Gelände mit einer Veranstaltungshalle. Vor der Buchhandlung sind kleine Liegestühle und ganz viele Pflanzen und drinnen ist es einfach voller Bücher. Deckenhohe Regale, voll mit einem wohlausgesuchten Sortiment an Büchern. Ein Buchwurm-Paradies. Und dort habe ich auch meine zwei Bücher gekauft.

1984 von George Orwell – 40 Seiten gelesen

Ich finde es ist schon eine Schande, dass ich das noch nicht gelesen habe. Mittlerweile habe ich schon so viele Details über das Buch gehört, dass ich es jetzt einfach mal lesen muss und ich freue mich schon drauf.

Die Dystopie spielt im Jahr 1984 und der Protagonist lebt in einem Überwachungsstaat. George Orwell ist manchmal erschreckend nah an der Realität, wie wir sie heute erleben. Wenn ich es gelesen habe, verfasse ich auf jeden Fall eine Rezension. Dann erfahrt ihr, ob das Buch meinen hohen Erwartungen gerecht werden konnte.

 

 

 

Frankenstein von Mary Shelley

Bildquelle: Penguin Books

Wer oben aufmerksam gelesen hat, ahnt wieso dieses Buch bei mir eingezogen ist. Das wird mein nächstes Gothic-Buch und ehrlich gesagt, bin ich schon echt gespannt. Es gibt wohl niemanden, der bei Frankenstein kein Bild im Kopf hat. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie viel vom „echten“ Frankenstein, in den Geschichten ist, die ich bisher gehört und gesehen habe. Als ich The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde das erste Mal gelesen habe, war ich extrem überrascht, weil ich eine ganz andere Erzählform erwartet hatte und die Geschichte immer auf die doppelte Persönlichkeit reduziert habe. Die spielt zwar eine wichtige Rolle, aber das Buch hat noch viel mehr zu bieten. Deshalb bin ich umso gespannter darauf, was mir Frankenstein zu bieten haben wird. Ich denke, die Geschichte muss ich nicht zusammenfassen. Ihr wisst auch so worum es geht.

Jetzt werde ich noch ein bisschen weiter #Leseparty feiern und mir die vielen tollen Beiträge anschauen, die die anderen Blogger geschrieben haben. Gabi hat auf ihrer Seite Laberladen.com einen Beitrag verfasst und dort andere Beiträge zur Leseparty gesammelt, da könnt ihr gerne vorbeischauen.

 

 

 



4 thoughts on “#Leseparty und Neuzugänge”

  • Na da guck ich doch glatt vorbei *g* Ich war während der Leseparty hauptsächlich auf Twitter unterwegs und daher kam ich auch nicht wirklich zum Lesen *g*. Aber jetzt…gaaanz sicher!!
    „Frankenstein“ von Mary Shelley hat mir irrsinnig gefallen. Falls Du Rezi lesen möchtes, auf meinem Blog „Halloween-Special“ würdest Du sie finden. Ich steh einfach auf Gothic Novels. So, ich werde hier noch ein bisserl stöbern (also wieder nix mit lesen *g*).
    Man liest sich!
    Liebe Grüße aus Wien

    • Hi 🙂
      Ich lasse mich auch immer so schnell ablenken und verliere mich in hübschen Bildern auf Instagram. Die Wunschliste wächst und wächst nur mit dem eigenen Buch geht es nicht voran 😀
      Da Halloween ja Ende des Monats ansteht, werde ich auf jeden Fall mal reinschauen. Das passt ja perfekt 🙂
      Liebe Grüße.

  • Hallo Lisa,
    eigentlich ist die #Leseparty ja zu Ende, aber ich habe gerade meinen post aktualisiert und jetzt bei Gabi erst deine Seite entdeckt. Also komme ich auf meiner Stöberrunde mal bei dir vorbei. Oh, George Orwell „1984“ habe ich ebenfalls noch nicht gelesen, aber schon letzte Woche festgestellt, dass ich dies unbedingt nachholen muss!

    Liebe Grüße Anett

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