Schlagwort: rezension

Ziemlich alte Helden – Simona Morani

Ziemlich alte Helden – Simona Morani

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Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke

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Rezension zu EDRE von Nemen Cordon

Rezension zu EDRE von Nemen Cordon

Vor einiger Zeit bin ich bei der Lovelybooks-Debütautorenchallenge auf das Buch Edre – Agathor und die Rebellen von Nemen Cordon aufmerksam geworden.

Zum Inhalt

Das Buch ist eine Science-Fantasy-Action-Geschichte. Sie handelt von einer Welt in der Zukunft, in der eine Drei-Klassen-Gesellschaft herrscht: Auf der einen Seite gibt es die gut situierten Lemiurgen, deren Gesundheit an erster Stelle steht, auf der anderen Seite die Goy, die dem Verfall überlassen werden und dann gibt es die Mar, die über den beiden anderen stehen und vor allem eins im Sinn haben: Ihre Herrschaft bewahren. 

In dieser Welt leben Elia und Johannes und versuchen über den Tod ihres Sohnes, der Soldat gewesen war, hinwegzukommen. Doch für die beiden ändert sich alles, als Johannes glaubt seinen Sohn Peter gesehen zu haben – lebendig! Bei dem Versuch mehr herauszufinden, geraten die beiden in eine Rebellengruppe und müssen sich fragen, auf wessen Seite sie stehen. An oberster Stelle steht aber herauszufinden, wieso ihr Sohn plötzlich Agathor genannt wird und als eiskalter Killer keinerlei Gefühle zeigt… und ist das überhaupt ihr Sohn? 

Meine Meinung

Ich habe eher gemischte Gefühle zu dem Buch. Auf der einen Seite gefällt mir die Idee der Autoren. Das Buch ist von realen Vorkommnissen in der Welt inspiriert, aber es versucht nicht, eine unvermeidbare Zukunft unserer Erde vorherzusagen. Stattdessen ist es eine Mischung aus wissenschaftlichen Tatsachen und magischen Elementen, die das Buch auszeichnen. Auf der anderen Seite fehlte mir beim Lesen das Gefühl, die Personen zu kennen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können.

Agathor / Peter

Agathor ist schon eine besondere Figur. Seine DNA wurde mit tierischer DNA gemischt, damit er einen perfekten Soldaten abgibt. Um seine Erinnerungen zu unterdrücken, wurde sein Gehirn manipuliert. Das klappt auch einige Zeit, allerdings erkennt er bald, dass da doch noch etwas menschliches in ihm schlummert. Dieser Charakter macht während dem Buch eine steile Entwicklung durch. Zu Beginn ist er aufgrund der Gen- und Gehirnmanipulation absolut gefühllos und hat nur seinen Auftrag im Sinn. Dr. Seth, ein kaltblütiger Arzt, der die Genexperimente durchführt, ist für Agathor wie ein Vater und er will ihn unbedingt stolz machen. So ganz will das aber nicht gelingen und als Agathor in den Händen der Rebellen ist, beginnt er plötzlich Gefühle zu haben und verliebt sich in die Magierin der Rebellen. Außerdem beginnt er auch, wieder Gefühle für seine Familie zu hegen.

Trotz der Wandlung ist mir Agathor eher ein Rätsel geblieben. Es fehlten einfach ein paar alltägliche Szenen, in denen die Leser die Möglichkeit haben, ihn besser kennen zu lernen. Meistens geht es um seinen Auftrag oder darum zu kämpfen und ganz plötzlich ist er verliebt. Das ging mir zu schnell.

Edre

Das wohl größte Rätsel im Buch ist Edre. Dabei handelt es sich um eine Welt, die die Rebellen erschaffen haben, um dort versteckt von den Mar zu leben. In Edre gibt es sogenannte Elementare, das sind lebendige Wesen, aus denen die Welt erschaffen ist und die es zum Beispiel ermöglichen, in Zeitschriften komplett einzutauchen und Dinge in sekundenschnelle zu erlernen und zu begreifen.

Man bekommt einen ganz interessanten Einblick in Edre. Aber für mich hätte der auch noch ein bisschen ausführlicher sein können. Es ist zum Beispiel möglich, mit Tieren über Telepathie zu kommunizieren, aber davon wird nur ein einziges Mal Gebrauch gemacht. Ich bin da vielleicht etwas von Filmen geprägt, aber ich hätte mir eine Szene gewünscht, in denen Elia und Johannes von einem erhöhten Punkt auf Edre herabschauen und genau beschreiben, was sie da sehen, damit man auch als Leser ein besseres Bild davon bekommt. Und dann fehlte mir auch hier wieder der Alltag. Elia und Johannes waren gerade erst eingezogen, als plötzlich alles ganz schnell zu Grunde geht. Ich hätte gerne gelesen, wie die beiden vielleicht anfangen, etwas zu arbeiten und die Welt ein wenig erkunden.

Aber ich kann schon mal vorwegnehmen, es wird eine Fortsetzung des Buches geben.

Gesellschaftsbild

Das Gesellschaftsbild wird schon ganz gut beschrieben, aber erst am Ende laufen die Fäden so langsam zusammen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil viele Fragen, die man sich während dem Lesen stellt, dann beantwortet werden. Aber es bleibt auch noch einiges offen und da ist für den zweiten Band noch ganz viel Potential vorhanden und ich denke, dass war auch die Intention Nemen Cordons. Man bekommt schon ein ganz gutes Gefühl dafür, wie die Gesellschaft im Buch so tickt. Selbst Elia, Peters Mutter und eine nette Frau, ist nicht gefeit vor dem Denken in Klassen und Schubladen. Außerdem werden sich die Lemiurgen davor hüten, ihre vorteilhafte Stellung in der Gesellschaft zu riskieren. Schließlich besteht die Gefahr zu den Goy abzurutschen, die von der Mar absichtlich klein gehalten werden. Diese Situation ist echt verzwickt und es wäre interessant zu sehen, wohin sich das in der Fortsetzung entwickelt.

Fazit

Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, es hat mich aber auch nicht absolut mitgerissen. Vom Stil her könnte ich mir gut vorstellen, dass es vor allem männliche Jugendliche ansprechen könnte, dabei denke ich vor allem an meinen eher lesefaulen Bruder. Es ist aber nicht notwendiger Weise ein Jugendbuch. Die Ideen und die Art und Weise wie es geschrieben ist, können durchaus auch Erwachsene ansprechen. Für mich hätte das Buch ruhig noch etwas detaillierter sein können.

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Polly is back!

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Bonjour!

Meine erste Woche in Frankreich ist quasi zu Ende und ich habe auch mein erstes Buch hier durchgelesen. Mein neues, wenn auch nur vorübergehendes, Bett ist super bequem und eignet sich perfekt, um darin zu liegen und zu lesen.

Für meinen Anfang in Frankreich habe ich mir ein ganz besonderes Buch ausgesucht: Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg. Ich habe den ersten Band (Die kleine Bäckerei am Strandweg) letztes Jahr vor dem Urlaub ganz spontan gekauft, weil ich das Cover so schön fand und es ein wenig sommerliche Vorfreude in mir ausgelöst hat. Und genau das Versprechen hat der erste Band auch gehalten. Es hat sich sommerlich angefühlt und vor allem hat es in mir die Lust zu backen geweckt, sodass ich mich direkt nach dem Urlaub in die Küche gestellt und wieder Brot gebacken habe. Mit dieser Vorgeschichte ist es wenig verwunderlich, dass ich vor Freude ganz aus dem Häuschen war, als ich im Fernsehen eine Werbung für den zweiten Teil meines Sommer-Highlights 2016 sah. Mit dem Kauf habe ich allerdings noch etwas gewartet, weil ich es auf jeden Fall in Frankreich lesen wollte, um wenigstens ein bisschen Bekanntes in meiner ersten Zeit um mich zu haben.

Super nützlich ist, dass Jenny Colgan zu Beginn des Buches eine kleine Einführung à la was-bisher-geschah gibt. Denn ich konnte mich an vieles gar nicht mehr genau erinnern und bin auch kein Freund von endlosen Einleitungskapiteln, die nur dazu dienen neue Leser auf den aktuellen Stand zu bringen. Jenny Colgan hat das toll gelöst finde ich.

Das Cover von Teil zwei ist ebenso schön wie das von Teil eins, und ich bin ein wenig wehmütig, dass ich nur das E-Book besitze (aber es war einfach kein Platz in meinem Koffer). Leider konnte mich der Inhalt dieses Mal nicht ganz so sehr überzeugen. Was mir an Teil eins so gut gefallen hat, war die Authentizität des kleinen Örtchens Polbearne und seiner Bewohner. In der Fortsetzung kommen zwar die „alten“ Protagonisten auch wieder vor, sogar Neil ist wieder mit von der Partie – die Fans wissen wovon ich rede 😉 – aber es gibt auch ein paar neue Gesichter, die auf mich irgendwie zu hausgemacht gewirkt haben. Sie waren nötig, um der Geschichte eine gewisse Dramatik zu verleihen, aber für mich waren einige sehr überspitzt dargestellt. Außerdem gab es ein paar Handlungsstränge die man komplett hätte streichen können, die Geschichte wäre auch gut Duboise und Kerensas kurzzeitige Pleite ausgekommen (ich will hier nicht zu viel vorwegnehmen).

Überhaupt ist in der ganzen Geschichte zu wenig passiert und es wurde zu wenig gebacken, davon war ich etwas enttäuscht. So sehr ich mich über eine Fortsetzung gefreut habe, eigentlich war Die kleine Bäckerei am Strandweg abgeschlossen und die Geschichte weiterzuschreiben hat ihr nicht unbedingt gut getan.

Deshalb würde ich das Buch eher mit Einschränkungen weiterempfehlen. Wenn ihr Die kleine Bäckerei am Strandweg noch nicht gelesen habt, dann holt euch das. Von Band zwei würde ich eher die Finger lassen. Allerdings wird im Winter Teil 3 Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg erscheinen. Deswegen geht an Band zwei wohl kein Weg vorbei. Ich werde mir trotz der Enttäuschung auch den dritten Teil noch holen. Mal sehen wie mein Urteil dann ausfällt. Ihr werdet es hier erfahren.

À plus!

Lisa

Buchbesprechung Alpha One

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Erst mal einen lieben Dank an die Autorin Minny Baker, dass sie mir das Buch als E-Book zur Verfügung gestellt hat. Im Rahmen der Lovelybooks Debütautorenchallenge habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr auch wieder 15 Bücher von Autorinnen und Autoren zu lesen, die dieses Jahr […]