Schlagwort: Roman

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Die Walfängerin von Ines Thorn

Die Walfängerin von Ines Thorn

Diesen Herbst bin ich in ziemlich nostalgischer Stimmung. Ich bin gute 500 km weg von Zuhause und lebe zurzeit an der rauen Küste Nordfrankreichs, wo mir regelmäßig der Wind, gepaart mit winzigen, schmerzhaften Regentropfen ins Gesicht peitscht, mir die Kapuze vom Kopf und den Schirm aus der Hand weht und mich, durchnässt bis auf die Knochen, zurücklässt.

Vermutlich habe ich mich deshalb vom Titel Die Walfängerin irgendwie fesseln lassen. Außerdem gefällt mir das Cover ziemlich gut. Entdeckt habe ich das Buch bei Janine, auf kapri-ziös.de als Herbst-Buchempfehlung aus dem letzten Jahr.

Die Walfängerin
Bildquelle: Aufbau-Verlag

Obwohl ich bisher historischen Romanen nicht viel abgewinnen konnte, passte das Buch einfach genau zu meiner Stimmung. Es handelt von Maren, einem jungen Mädchen, dass auf der Insel Sylt unter ärmlichen Bedingungen lebt. Für die Zeit in der sie lebt, Mitte des 18. Jahrhunderts, ist sie ungewöhnlich eigenwillig und schlägt die Möglichkeit auf ein Leben in Reichtum tollkühn aus, um ihren Freund Thies zu heiraten. Die Umstände wollen es aber anders und sie ist gezwungen auf dem Walfänger von Käpten Rune Boys anzuheuern.

 

„Eine große, schicksalhafte Liebesgeschichte vor historischer Sylt-Kulisse. Von einer Meisterin des historischen Romans.“ (Aufbau Verlag)

 

 

Die Handlung

Das Buch ist dreiteilig aufgebaut. Der erste Teil spielt im Jahr 1764 und die beiden darauffolgenden Teile jeweils 1765. Damit erstreckt sich die Handlung über zwei Jahre, was vor allem daran liegt, dass an einer Stelle eine Zeitspanne von Februar bis irgendwann im Herbst in wenigen Sätzen zusammengefasst werden.

Der Roman beginnt mit einer sehr interessanten Szene, in der die Bewohner Sylts am Strand Äpfel aufsammeln, die von einem Schiffsunglück angespült werden. Die Leser lernen bereits alle wichtigen Personen kennen. Im Nachhinein gefällt es mir sehr gut, wie die Autorin schon auf wenigen Seiten die Persönlichkeiten der Figuren zum Ausdruck bringt. Außerdem zeigt sie sehr deutlich die Situation auf Sylt zu dieser Zeit auf. Die Menschen sind so arm, dass sie sogar angespülte Leichen berauben. Sie sind gläubig. Und viele leben vom Walfang.

Im ersten Teil der Geschichte geht es vor allem um das Leben auf Sylt. Man erfährt welche Jobs es gibt, wie die kleine Gemeinde des Örtchens Rantum aufgebaut ist und wie sie regiert wird. Nebenbei lernt man auch Maren besser kennen und entwickelt ein Gefühl für ihre Weltanschauung. Sie ist noch jung und es ist bewundernswert, wie sie ihrem Schicksal trotzt. Sie lehnt den Heiratsantrag des reichen Käptens ab, weil sie an die wahre Liebe glaubt. Und sie tut was nötig ist, um selbst über ihre Zukunft zu entscheiden, auch wenn das bedeutet, harter Arbeit auf einem Walfänger nachzugehen.

Im zweiten Teil heißt es dann endlich „Leinen los“. Einerseits hat mir dieser Teil gut gefallen, weil die Beschreibungen des Walfängers wirklich interessant sind. Ines Thorn geht wirklich ins Detail und liefert ein sehr genaues Bild des Lebens und Arbeitens an Bord.

Im dritten Teil geht es dann wieder nach Hause und für Maren hat sich einiges geändert, was ihre Heimkehr komplett auf den Kopf stellt. Aber auch Zuhause ist längst nicht mehr alles wie es war.

Insgesamt fand ich das Ende sehr vorhersehbar und auch ein bisschen enttäuschend.

 

Die Erzählweise 

Die Beschreibungen der Autorin haben mich keineswegs enttäuscht. Ich konnte sehr gut in die Zeit, die erzählt wird, eintauchen und habe genau die Atmosphäre bekommen, nach der ich mich gesehnt hatte: Herbstlich, ein bisschen grau und auf jeden Fall kalt und stürmisch.

Wie ich oben schon geschildert habe, gibt Thorn den Lesern unzählige Details. Sie bleibt ihrem historischen Roman also wirklich nichts schuldig. Wie realistisch die Beschreibungen sind, vermag ich nicht zu beurteilen, aber authentisch kamen sie mir allemal vor.

 

Die Figuren

Maren ist die Hauptperson der Geschichte. Der Roman ist in der dritten Person geschrieben, benutzt aber Marens Perspektive. Zu Anfang fand ich das sehr interessant, aber ab dem zweiten Teil ging mir ihre Naivität ziemlich auf die nerven. Es wird zwar beschrieben, dass ihre Eltern sie sehr gut behütet haben, weil sie ein Einzelkind ist, trotzdem fand ich sie manchmal ziemlich kindisch, besonders in Anbetracht des harten Lebens, dass sie auf Sylt führt.

Während des zweiten Teils hatte ich schon das Gefühl, dass sie sich verändert hat. Allerdings änderte sich das wieder als sie zurück nach Sylt kommt. Aber vermutlich entwickeln wir uns alle wieder etwas zurück, wenn wir zu unseren Eltern kommen 😛

[Sie] sahen zu, wie die Stadt Amsterdam klein und immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwand. Bald würde sie auf Sylt sein, zu Hause sein. Sie fühlte sich allein […]. Sie dachte an die zurückliegenden Monate, an all das was sie erlebt hatte. Maren hatte sich verändert, von ihr selbst unbemerkt. Doch jetzt erkannte sie, dass sie mutiger geworden war. (S. 191). 

Eine weitere wichtige Person ist Käpten Rune Boys. Er tritt von Anfang an eher etwas mysteriös und undurchsichtig auf und erst am Ende des Buches erfährt man seine wahren Beweggründe. Die hatte ich zwar nicht vorhergesehen, fand sie aber auch nicht absolut schockierenden, sodass das für mich einfach nicht für ein überzeugendes Ende gereicht hat.

 

Die Lovestory

Ja, wie schön ist die Liebe?! Leider war mir die Liebesgeschichte im Roman wirklich zu klassisch. Maren und der Nachbarsjunge sind quasi schon füreinander versprochen, und dann taucht ein mysteriöser reicher, älterer Typ auf, der sich ausgerechnet die aufmüpfige Maren ausgesucht hat. Die lässt das allerdings völlig kalt, bis er sie zwingt sie zu küssen und sie ganz feucht wird … wirklich?? Danach ist sie seehr, seehr lange verwirrt, was ihre Gefühle angeht. Mich hat das nicht überzeugt. Und Thies ist einfach der Oberwaschlappen und tut im ganzen Buch eigentlich nichts. Er hat auch nicht besonders viel Text. Das will schon was heißen.

 

Fazit

An sich ein ganz schönes Buch was die Atmosphäre angeht. Die Handlung ist interessant, allerdings fand ich die Liebesgeschichte wenig berauschend.

 

 

Andere Rezensionen habe ich noch hier gefunden:

Sommerleses Bücherkiste 

Yoyomaus die Büchereule

The passion of books

Colettes Bücherblog

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